Wuppertaler Footballer lassen keinen Angriff der Dortmunder Gäste zu

American Football : Greyhounds schlagen Dortmund 24:0 und sind damit fast am Ziel

American Footballer gelingt großer Schritt zum Klassenerhalt.

Die Wuppertal Greyhounds sind mit einem 24:0-Sieg gegen die Dortmund Giants in die Rückrunde der American Football-Oberliga gestartet. Vor 250 Zuschauern im Stadion am Gelben Sprung setzten sich die Windhunde trotz widriger Wetterverhältnisse in allen Belangen durch.

Vor allem in der ersten Hälfte zeigten die Wuppertaler eine herausragende Leistung. Die Dortmunder bekamen zuerst den Ball, aber im kompletten Spiel in der Offensive kein Bein auf den Boden. Die ersten vier Angriffsversuche der Giants blieben ohne Raumgewinn, sie konnten sich nicht einen einzigen ersten Versuch erspielen. Die Defensive der Greyhounds drückte die Dortmunder immer wieder hinter die Angriffslinie und brachte mehrfach den Quarterback der Dortmunder zu Fall, so dass diese sich immer wieder mit einem Punt des Kickers befreien und das Angriffsrecht abtreten mussten.

Auch in der Offensive lief es bei den Greyhounds richtig gut, die ersten beiden Angriffszüge beendeten sie jeweils mit einem Touchdown. Erst lief Quarterback Julien Awater über 30 Meter in die Endzone, dann sah es beim zweiten Touchdown so aus, als wäre sein Lauf gestoppt, doch Awater sah im Augenwinkel Sven Osterholt, dem er den Ball mit einem erlaubten Rückpass zuwarf. Osterholt lief an der Seitenauslinie entlang über knapp 40 Meter bis in die Endzone. Da auch beide Extrapunkte durch Kicker Fabian Müller verwandelt wurden, stand es früh im zweiten Viertel bereits 14:0.

Danach konnten die Greyhounds die Giants bis in die letzte Minute der ersten Hälfte aus der Wuppertaler Spielhälfte halten. Durch einen weiteren Touchdown von Julien Awater und ein Fieldgoal von Fabian Müller bauten sie die Führung bis zur Pause auf 24:0 aus.

In der zweiten Spielhälfte gingen die Wuppertaler in der Offensive kein Risiko mehr ein. „Wir haben dem Team in der Halbzeit vorgegeben die Zeit mit Laufspiel herunterzuspielen und konzentriert in der Defensive zu arbeiten. Das haben sie gemacht“, sagte ein zufriedener Head-Coach Bernd Janzen. Allerdings mischten sich auch ein paar Unkonzentriertheiten und unnötige Fouls ins Spiel. Die Giants versuchten, mit riskanten Pässen das Spiel zu drehen. Diese fingen Keith Ranes und Felix Willamowski ab, so dass das Angriffsrecht wieder an die Greyhounds überging. So kamen die Gäste im kompletten Spiel lediglich zweimal in die Spielhäfte der Windhunde.

 Nach dem Spiel zog Janzen den Hut vor seiner Mannschaft. „Das war über weite Strecken eine richtig starke Leistung. So stellen wir uns das vor“, freute er sich und gab der Mannschaft für Dienstag trainingsfrei, auch weil einige Spieler nach dem harten aber fairen Match angeschlagen sind. Mit 6:6-Punkten und dem gewonnenen direkten Vergleich gegen Dortmund ist das Ziel Klassenerhalt für den Aufsteiger näher gerückt. Die Dortmunder müssten jetzt schon zwei der letzten vier Begegnungen gewinnen und die Greyhounds alle vier ausstehenden Spiele verlieren.

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