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Wuppertaler Bayer-Kicker wollen Werksschmiede sein

Fußball : Bayer-Kicker wollen Werksschmiede sein

Neues Jugendkonzept der Fußballabteilung mit großen Zielen und Einbindung der Herren-Bezirksliga-Mannschaft.

Als Werkself ist Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen bundesweit bekannt. Angelehnt an diesen Namen will jetzt die Fußballabteilung des SV Bayer Wuppertal ihrem Nachwuchskonzept einen neuen Stempel aufdrücken: „#Werksschmiede“.

„Wir haben unser Ausbildungskonzept komplett überarbeitet und werden unsere Jugend danach ab der neue Saison fördern“, sagt Hassan Salem, als Sportlicher Leiter Nachfolger von Peter Jansen, der die Fußballabteilung des SV Bayer über 25 Jahre geprägt hatte, vor einem Jahr aber seine Tätigkeit beim SV Bayer aufgegeben hatte und später zum Nachbarn FSV Vohwinkel gewechselt war.

„Das waren große Fußstapfen, es hat natürlich eine  Zeitlang gedauert, bis wir uns auch personell neu  aufstellen konnten“, sagt Hassan Salem. So habe es in den Jugendmannschaften inzwischen auch viele Trainerwechsel gegeben. Doch nun stehe das Team für die 15 Mannschaften mit zusammen mehr als  200 Spielerinnen und  Spielern. Zum überarbeiteten Ausbildungskonzept gehöre zum Beispiel schon ein spezifisches Torwarttraining ab der D-Jugend oder ein „ergänzendes Entscheidungstraining“ für Feldspieler.

Routiniers verlassen die „Erste“, Junge rücken nach

Ziel sei es nicht nur, mit der C-, B- und A-Jugend in absehbarer Zeit in der Niederrheinliga zu spielen, was zuletzt immer mal wieder vereinzelt gelungen war, sondern die eigene erste Mannschaft, die in der Bezirksliga spielt, auch stärker  auf den eigenen Nachwuchs zu gründen - ihm im Gegenzug dort erste Praxismöglichkeiten im Seniorenbereich zu geben. Da macht der SV Bayer aus der Not eine Tugend. „Da uns viele der altgedienten Spieler, die uns in die Bezirksliga gebracht haben - wie Martin Lyttek, Andreas Seemann und Tim  Schättler, aber auch andere im Sommer verlassen, ziehen wir das Vorhaben vor und werden den verbliebenen Stamm mit Jugendspielern aus dem eigenen Verein aber auch von außerhalb ergänzen“, sagt Michele Velardi, Sportlicher Leiter Senioren und Koordinator U18/U19. Die Spieler im zweiten A-Jugend-Jahr werde man zu Senioren erklären, so, dass sie oben mitspielen könnten, außerdem würden A-Jugend und erste Mannschaft künftig zusammen trainieren.

Die A-Jugend werde in der kommenden Saison mindestens in der bergischen Leistungsklasse spielen, man habe aber auch eine Antrag für die Niederrheinliga gestellt. Hier will der Verband erst nach Ende Juni  entscheiden. gh