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Wuppertaler arbeitet auf Kampf um die Europameisterschaft hin

Boxen : Gualtieri siegt auch im zehnten Profikampf

Der Boxer aus Wuppertal gewinnt bei seiner Premiere für Agon Sports nach K.o.

Mit einem guten Gefühl kann Profiboxer Vincenzo Gualtieri in der Wuppertaler Heimat Silvester feiern. Kurz vor Weihnachten hat der 25-Jährige Ex-ASVer in Offenbach auch seinen inzwischen zehnten Profikampf - den ersten für seinen neuen Boxstall Agon Sports - siegreich bestritten. In der dritten von acht angesetzten Rundem besiegte er seinen bosnischen  Gegner Benjamin Skender durch K.o.. „Ich hatte ihn in einer Ringecke mit einer Kombination bearbeitet, als er sekundenlang regungslos blieb“, beschreibt Gualtieri selbst die entscheidende Aktion, auf die er gezielt hingearbeitet hatte. In der Runde zuvor hatte er noch einen Cut am Auge erlitten.

„Insgesamt“, so Gualtieri, „habe ich mich schon lange nicht mehr so gut auf einen Kampf vorbereitet gefühlt“. Mit seinem neuen Trainer Torsten Schmitz, selbst früher Europameister und Olympia-Teilnehmer, habe er vor allem an seinem Vorbereitungsschlag mit der linken Führhand gearbeitet - dem „Jap.“ Außerdem legt er großen Wert darauf, dass ich stabil im Ring stehe, nicht so sehr nach vorne gebeugt“, so Gualtieri.

Am 6. Januar geht es für ihn zurück nach Berlin, wo er in einer WG mit zwei weiteren Agon-Boxer Agon wohnt - nur wenige Gehminuten von der Trainingshalle entfernt. Den nächsten Kampf hofft Gualtieri im März gegen einen Gegner aus der Europarangliste bestreiten zu können, um sich weiter für einen Kampf um die Europameisterschaft zu empfehlen.

Außerhalb des Rings ist ihm übrigens  bereits eine große Ehre zuteil geworden. In der neuesten Biografie über den verstorbenen Graciano Rocchigiani durfte er einen zweiseitigen Gastbeitrag schreiben. Rocchigiani, den er als Bruder und väterlichen Freund bezeichnete, war fast zwei Jahre lang sein Trainer gewesen. gh