Wuppertal zeigt sich als Kletterhochburg

Klettern : Wuppertal zeigt sich als Kletterhochburg

Bei den NRW-Meisterschaften im „Lead“ gewinnen die Gastgeber fünf von acht Titeln.

Erfolg auf ganzer Linie für die beiden Wuppertaler Sektionen im Deutschen Alpenverein bei den NRW-Meisterschaften im Lead-Klettern im heimischen Kletterzentrum Wupperwände. Die Asse der Gastgeber gewannen am Sonntag auf den bis zu 16 Meter hohen Routen, die mit Seilsicherung zu bewältigen waren, gleich fünf der möglichen acht Landesmeistertitel und ließen dabei in den meisten Fällen auch die Konkurrenz aus Hessen und dem Saarland hinter sich, die an den offenen Meisterschaften teilnahm.

 Die Titel  gingen an Isabelle Fischer aus dem Jahrgang 2006, die derzeit  größte Nachwuchshoffnung der Sektion Barmen in der weiblichen Jugend C. Sie hatte schon nach den zwei Qualifikationsrunden auf Platz zwei gelegen, wobei sie einmal die komplette Route bewältigt hatte, und schaffte es im Finale als eine von nur zweien bis Griff 32.

Gleich zwei Titel räumte Jiline Grote (Sektion Wuppertal) ab, die sowohl bei den Damen als auch in der Jugend A gewann. Sie war bei der Siegerehrung sichtlich berührt, hatte sie doch einen perfekten Tag erlebt. Jiline Grote war sowohl in den beiden Qualifikationsdurchgängen als auch im Finale bis Top, also  bis unters Hallendach geklettert.

Seiner Favoritenrolle bei den Herren wurde Jonas Brandenburger gerecht, der sich in diesem Jahr eigentlich auf  seine internatioalen Starts konzentriert, beispielsweise den Europäischen Jugendcup in zwei Wochen in Polen.  Er war in Top-Form und  im Herrenfeld der Einzige, der alle Aufgaben bewältigte. Sein jüngerer Bruder Nils schaffte es zwar hauchdünn nicht ins Finale der besten Zehn von Herren und Jugend A (wurden zusammengefasst), gewann aber mit seinem Qualifikationsergebnis den Landesmeistertitel der Jugend A.

Deutschlands derzeit beste Speed-Klettererin Franziska Ritter als NRW-Vizemeisterin bei Damen und Jugend A sowie  Philipp Göthert als zweiter der NRW-Wertung bei den Herren, rundeten das phantastische Wuppertaler Ergebnis ab.  Zu dem gehörten auch noch Julia Koch (6. Damen),   Frieda Bader (7. Jugend  C),    Wiktoria Wagner (8. Jugend C),     Matteo Schmidt (5. Jugend B) und   Justus Höhn (9. Jugend B). Und die Halle hatte sich als ein würdiger Austragungsort erwiesen. „Wir hoffen, bald auch den Außenbereich mit einer Route aufwerten zu können“, sagte Andreas Schlenkhoff, der Vorsitzende des Trägervereins. gh

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