Schwimmbäder: Wuppertal schwimmt bei den Preisen im Mittelfeld

Schwimmbäder : Wuppertal schwimmt bei den Preisen im Mittelfeld

Das Schwimmleistungszentrum und das Stadtbad Uellendahl sind am günstigsten.

Wer seine Bahnen in städtischen Bädern ziehen will, muss in den vergangenen Jahren immer tiefer in die Tasche greifen. 4,46 Euro beträgt nach einer Vergleichsstudie des Reiseanbieters „5vorFlug“ der Durchschnittspreis für die Tages-Erwachsenenkarte in den städtischen Hallenbädern der 25 größten deutschen Städte. Günstiger wird es immerhin mit Abend-, Familien- oder Mehrfachkarten, die viele Städte anbieten. Wuppertal taucht in dieser Rangliste unter den günstigsten Bädern auf. Mit vier Euro liegt der Tages-Eintritt für Erwachsene im kleinen Stadtbad Uellendahl und im Schwimmleistungszentrum auf Rang drei.

Beide haben allerdings sehr beschränkte Öffnungszeiten für den öffentlichen Badebetrieb. Günstiger sind nur das Karlsruher Hallenbad Grötzingen, das mit seinem Kostenlos-Angebot bei kurzen Öffnungszeiten allerdings bundesweit eine Sonderstellung besitzt, sowie Bäder in Augsburg und Mannheim mit 3,70 Euro. Am oberen Ende der Skala befindet sich das Vitusbad in Mönchengladbach mit 8,40 Euro. Mit Wellen-, Wellness und Sprudelbecken besitzt es allerdings bereits Spaßbad-Elemente.

Wuppertal plant
einheitliches Kassensystem

Norbert Knutzen, Leiter des Wuppertaler Sportamts, nimmt das Ergebnis der Studie gelassen zur Kenntnis. An ein Kostenlos-Angebot wie in Karlsruhe sei in Wuppertal sicher nicht zu denken. Etwas tun werde man aber demnächst für die Durchlässigkeit bei den Kassensystemen der fünf städtischen Hallenbäder und des städtischen Freibads Mählersbeck (3,50 Euro), um für Nutzer den Wechsel zwischen den einzelnen Bädern zu erleichtern. Die haben nämlich aktuell noch unterschiedliche Tarife.

Mit 4,50 Euro ist der Eintritt in der Schwimmoper sowie den Gartenhallenbädern in Langerfeld und Cronenberg, die aufgrund ihrer ausgedehnten Öffnungszeiten die Hauptlast des öffentlichen Badebetriebs tragen - etwas höher als im Leistungszentrum und am Uellendahl. „Wir wollen künftig mit Geldwertkarten arbeiten, von denen man abbuchen kann, egal in welchem Bad und zu welchem Tarif“, fasst Knutzen zusammen.

Ansonsten ist man sicher, in Wuppertal, wo in den vergangenen Jahrzehnten viele Bäder geschlossen wurden, mit dem jetzigen Bestand gut aufgestellt zu sein, zumal der sich in gutem Zustand befinde. Im Gartenhallenbad Cronenberg deutet sich allerdings die nächste größere Sanierung noch in diesem Jahr an. Dort muss die Dachkonstruktion erneuert werden, was im Schwesterbad in Langerfeld schon vor einigen Jahren geschehen ist.

Von der Bäderstadt Wuppertal wie einst kann allerdings nicht mehr die Rede sein, auch das zeigt die Studie von „5vorFflug“. Mit den 36 städtischen Bädern in Berlin und 21 in Hamburg kann man sich sicher nicht vergleichen, doch auch ansonsten kann man sich gegenüber anderen vergleichbaren Städten kaum mehr herausheben. Immerhin: Essen, Dortmund und Wiesbaden als hessische Landeshauptstadt sind zahlenmäßig laut der Studie mit jeweils drei städtischen Hallenbädern noch schlechter ausgestattet.