Fußball-Regionalliga: WSV will gegen Wattenscheid den nächsten "Dreier"

Fußball-Regionalliga: WSV will gegen Wattenscheid den nächsten "Dreier"

Gegen die SG aus Wattenscheid möchte Fußball-Regionalligist WSV am Mittwoch (19 Uhr) den dritten „Dreier“ binnen einer Woche einfahren.

Wuppertal. Regenrationstraining war am Montag für die WSV-Spieler angesagt, die in Düsseldorf am Tag zuvor einen überzeugenden 3:1-Sieg erzielt und nur vier Tage zuvor in einem Kraftakt RWE mit den gleichen Ergebnis geschlagen hatten.

Im Drei-Tage-Rhythmus geht es schließlich weiter — am Mittwoch (19 Uhr) im Stadion am Zoo gegen Wattenscheid, am Samstag (14 Uhr) an gleicher Stelle gegen Dortmunds U 23.

„Gut regenerieren und die Spieler auch im Kopf nicht mit Analysen überfrachten, sondern auf das fokussieren, was uns beim nächsten Gegner hilft“, nannte Trainer Christian Britscho sein Konzept für die englischen Wochen, von denen noch vier folgen.

Für ihn darf es gerne weiter so laufen wie zuletzt. Dass das bei dem Pensum keine Selbstverständlichkeit ist, weiß er auch, schließt den ein oder anderen, „nicht leistungsbezogenen“ Wechsel nicht aus, verspricht aber für Mittwoch auch den ein oder anderen fußballerischen Leckerbissen. „Da treffen zwei Teams aufeinander, die Fußball spielen wollen.“

Dass der ein oder andere Spieler, der noch keinen neuen Vertrag hat, durch anhaltend gute Leistungen seinen Marktwert auch für andere Verein hochtreiben könnte, gehört derzeit zu den Dingen, mit denen man umzugehen habe. Britscho: „Ich werde bestimmt niemandem sagen, er soll extra schlecht spielen.“ Auch dass derzeit immer wieder Probespieler beim Training auftauchen, sei normales Geschäft in dieser Zeit. Gestern etwa war Torhüter Leon Schaffran (19) von Hertha BSC II zu Gast, der demnächst zu seinem Bruder nach Bochum ziehen will.

„Wir müssen sehen, dass wir uns immer wieder neue Spieler heranzüchten oder heranholen, um die Qualität zu halten“, sagt Sportdirektor Manuel Bölstler. Wenn sich eigene Spieler weiterentwickelten und dann Angebote von anderen Vereinen bekämen, mit denen der WSV in der aktuelle finanziellen Situation nicht mithalten könne, sei das so, heiße aber noch lange nicht, das man mit keinem weiteren Spieler (aktuell haben zehn aus dem Kader weiter Vertrag) verlängern könne. Bölstler dazu: „Alle wissen, was sie hier haben, da überlegt man sich, ob man für ein paar Euro mehr woanders hingeht.“

Bei Niklas Heidemann, der zu Drittligist Münster wechselt, war das sicher keine Frage. „Sehr schade, dass er geht, aber er hat es sich verdient, dass er oben spielen kann“, sagt dazu Torjäger Christopher Kramer, dem Heidemann in Düsseldorf sein 13. Saisontor aufgelegt hatte.

Auch das ein Zeichen, dass die Mannschaft weiter funktioniert, auch wenn sich der ein oder andere sicher Gedanken über seine Zukunft macht. „In der Kabine ist das aber kein Thema. Es passt derzeit“, sagt Kramer. Er ist auch für nächste Saison optimistisch. „Ein Gerüst guter Spieler steht ja und der Etat muss auch nicht gesenkt werden, wie es zwischendurch mal im Raum stand. Da glaube ich schon, dass die Qualität gehalten werden kann“, sagt Kramer und bescheinigt Manuel Bölstler einen guten Job. Das sehe man allein an den Sommer- und Wintertransfers. Die hohe Spielfrequenz macht Kramer auch keine Sorgen. „Jeder Fußballer will doch spielen. Ich mag englische Wochen“, versichert er — und ab geht’s zum Regenerations-Training.

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