WSV verspielt mit der Zweiten weiter Renommee

WSV verspielt mit der Zweiten weiter Renommee

Kritik nach 0:10 in Heiligenhaus mit zehn Mann.

Wuppertal. Vor dem Saisonende spitzt sich die personelle Situation bei der zweiten Mannschaft des Wuppertaler SV wieder zu. Dass der Bezirksligist, der bereits abgestiegen ist, am Sonntag beim Meister SSVg Heiligenhaus mit nur zehn Mann und wie seit Wochen ohne etatmäßigen Torwart auftrat und mit 0:10 unterging, stieß dort sauer auf. „Wir machen hier unsere Meisterfeier und wollen den Zuschauern etwas bieten, und dann präsentiert sich ein Verein wie der WSV so“, sagte Heiligenhaus-Coach Dietmar Grabotin, früher Berater von Ex-WSV-Präsident Friedhelm Runge. Den zehn Jungs auf dem Feld und Trainer Miki Miljak wolle er damit keinen Vorwurf machen. „Die haben sich noch die Hacken abgelaufen.“

WSV-Sportvorstand Achim Weber, der wiederholt betont hat, er übernehme für die missliche Situation die Verantwortung, sagt dazu: „Das ist ein sehr komplexes Thema. Einerseits haben uns Spieler, die in der Winterpause gekommen sind, wieder verlassen, andererseits ist der junge A-Jugend-Jahrgang nicht spielberechtigt und dann ist es schwierig, A-Jugendliche in die Zweite zu schicken, die den Verein verlassen. Beispiel Stürmer Ivan Benkovic, der mit dem WSV nicht übereinkam und laut Weber nun wohl nach Wattenscheid will. Zweite-Trainer Miki Miljak macht keine Schuldzuweisungen. „Alle machen sich Gedanken, wie das Problem zu lösen ist. Aber glauben sie mir eins, ich wusste, dass es schwer wird, als ich hierhin kam, aber dass es so schwer wird, hätte ich nicht gedacht.“ Im GA-Pokal heute und am Sonntag erhält er wohl Verstärkung aus der Ersten. gh

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