Kommentar : WSV und das Wohl des Vereins

Der WSV vor entscheidenden Wochen.

Was für eine Woche beim Wuppertaler SV. Sportlich folgen noch zwei wichtige Spiele bis Weihnachten. Strategisch ungleich wichtiger ist die Abstimmung über den Insolvenzplan am Freitag, der Wuppertals ersten Fußballverein zum zweiten Mal von einer Schuldenlast befreien, und ihm eröffnen könnte, sich  unbelastet neu aufzustellen. Aber wie soll diese Neuaufstellung aussehen? Als Verein  in der Stadt? Oder als Blase, die am Tropf von Friedhelm Runge hängt  - der wie alle betonen - dem WSV derzeit in einer ganz schwierigen Situation hilft. Dass diese Hilfe nicht dauerhaft sein kein, ist jedem klar, genauso aber auch, dass er als Geldgeber bei Entscheidungen mitgenommen werden möchte. Ist diese Kommunikation möglich? Das wird die Frage auch angesichts der Neuaufstellung des Verwaltungsrats sein, die den Verein wieder breiter in der Stadt verankern könnte. Demokratisch sind jetzt Fakten geschaffen, und man kann sich wünschen, dass hinter den Kulissen jetzt vielleicht geöffnete Türen nicht wieder zugeschlagen werden. Der Blick nach Uerdingen mag auch Friedhelm Runge als mahnendes Beispiel dienen, was passiert, wenn ein Hauptsponsor seinen Rückzug ankündigt. Alle, die betonen, Ihnen geht es um das Wohl des WSV, sind beim Wort zu nehmen.