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WSV-Statistik: Wer spielte wenig, wer viel? Wer traf am besten?

Fußball-Regionalliga : Kramer war der Dauerbrenner

Die WSV-Rangliste der Hinrunde - von unverzichtbar über wertvoll bis unglücklich.

Wer geht, wer kommt? Diese Fragen werden sich bei Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV erst in den nächsten Wochen entscheiden und nicht unwesentlich voneinander abhängen. Was feststeht, sind Einsatzstatistiken aus den bisherigen 20 Spielen, die Aufschluss darüber gehen, wer einschlug, auf wen der Trainer setzt und wer unzufrieden sein dürfte.

Ein Sonderfall ist Christopher Kramer, der Unverzichtbare, dem der Verein aber bei einem entsprechenden Angebot im Winter keine Steine in den Weg legen würde. Kramer fehlte nur in einem Pokalspiel für 45 Minuten, machte alle Ligaspiele über 90 Minuten und steht mit seinen zwölf Treffern in der Liga-Schützenliste ganz oben.

Erwig-Drüppel ist
der Top-Vorbereiter

Neben ihm kommt nur Flügelflitzer Jonas Erwig-Drüppel auf 20 Einsätze, ist mit sechs Torvorlagen Topvorbereiter, hat selbst vier Treffer gemacht. Voll eingeschlagen kann man da über einen von sieben externen Sommerzugängen sagen. Dasselbe gilt für Rückkehrer Dennis Malura, der nur deshalb nicht auf die volle Einsatzzahl kam, weil er einmal gelbgesperrt war. Mit sechs Gelben Karten ist der Agressive Leader auch der größte Sünder im Team, gefolgt vom auch mit 36 Jahren noch impulsiven Kapitän Gaetano Manno (5).

Manno musste in seiner wohl letzten Saison anfangs unter Trainer Christian Britscho um seinen Stammplatz kämpfen, hat sich aber durchgesetzt und steht mit 17 Spielen und 1260 Minuten in den Top-Sieben, ist mit fünf Treffern zweitbester Schütze. In der Einsatzrangliste liegen Innenverteidiger Tjorben Uphoff (18 Spiele, 1556 Minuten) und Rechtsverteidiger Angelo Langer (18/1586) auf Rang vier und drei. Langer ist mit vier Torvorlagen auch der drittbeste Vorbereiter nach Silvio Pagano, der es auf fünf brachte und die Top-Sieben der Einsatzrangliste mit 17 Spielen und 1409 Minuten komplettiert. Zu den Stammspielern darf auch Kevin Hagemann gezählt werden, der zu Saisonbeginn aus einer Verletzung kam, trotzdem 16 Einsätze (1009 Minuten absolvierte), bei einem Treffer und zwei Torvorlagen aber noch Luft nach oben hat.

Dahinter spiegelt sich die große Konkurrenzsituation, die die WSV-Kaderpolitik im Mittelfeld produziert hat. Dort hat Gino Windmüller mit 14 (830 Minuten) zwar die meisten Einsätze, war zwischendurch auch verletzt, macht aber keinen Hehl daraus, dass ihn die aktuelle Lage (nur fünf Startelfeinsätze in den jüngsten neun Partien) nicht zufriedenstellt. Auf jeweils 13 Einsätze bringen es Sascha Schünemann und der mit Vertrag bis 2020 ausgestattete Rückkehrer Jan-Steffen Meier. Daniel Grebe, der mit seinem Kämpferherz unter Adrian Alipour wieder Konjunktur hat, machte zehn Spiele und zwei Tore, wobei er seinen Körper mit 31 Jahren nicht schont und deshalb ab und zu passen musste.

Mehr als seine acht Einsätze dürfte sich Meik Kühnel versprochen haben, der mit Zwei-Jahres-Vertrag aus Aachen geholt worden war. Von den Eigengewächsen konnte Marco Cirillo (20) seine großen spielerischen Qualitäten zwar nachweisen, ist bei 14 Einsätzen unter Alipour aber meist nur Einwechselspieler. Auf sieben Einsätze bringt es der 19-Jährige Yusa Alabas, wogegen der junge Flügelflitzer Semir Saric, auf den Britscho anfangs noch gesetzt hatte, mit zehn meist kurzen Einsätzen gar nicht zufrieden sein dürfte, genau wie der in der Rückrunde der Vorsaison so starke Enes Topal. Zu den Unzufriedenen gehört sicher auch der aus Essen gekommene Stürmer Kamil Bednarski, der nur acht Mal randurfte und das meist auch nur in Teilzeit.

Pechvogel war Peter Schmetz, der nach langer Fußverletzung im Herbst zurückkehrte, drei Spiele machte und dann wieder verletzt war. Daniel Hägler fiel komplett wegen Leistenverletzung aus. Rückkehrer Len Heinson erhielt genau wie Eigengewächs Tom Meurer nur einen einzigen Pokaleinsatz.

Im Tor gab es nach neun Spielen einen Wechsel von Sebastian Wickl auf Joshua Mroß, der mit neun Gegentoren in elf Spielen (Wickl 15) die deutlich bessere Bilanz aufweist, wobei sich auch der Spielstil geändert hatte.