WSV: Nordlicht soll die linke Seite schließen

WSV: Nordlicht soll die linke Seite schließen

Angelo Langer bringt viel Erfahrung aus der Regionalliga mit. Er hat die Aufgabe, die einzige größere Lücke zu schließen, die im Kader des WSV nach der abgelaufenen Saison entstanden war.

Wuppertal. Angelo Langer hat die Aufgabe, die einzige größere Lücke zu schließen, die im Kader des WSV nach der abgelaufenen Saison entstanden war — den zum Drittligisten Münster gewechselten Linksverteidiger Niklas Heidemann ersetzen. Genau das hat den 25-Jährigen gereizt. „Es war ganz witzig, Tjorben Uphoff, mit dem ich früher bei St. Pauli II in der Regionalliga Nord gespielt habe, hat mir erzählt, dass Niklas geht und mich gefragt, ob das nichts für mich wäre. Kurz danach hat dann Manuel Bölstler bei mir angerufen“, berichtet der Hamburger, der in den vergangenen drei Jahren im Fußball-Westen heimisch geworden ist.

Ein Jahr Rödinghausen, danach zwei Jahre Wattenscheid, wo es für das 1,85 Meter große Nordlicht zuletzt besonders gut lief. Fünf Tore hat er in den letzten zwölf Spielen erzielt, zwei davon gegen RWE, keines aber beim 1:3 gegen den WSV. „Bei dem Spiel hat mich die Mannschaft sehr beeindruckt. Sie spielen Fußball, das gefällt mir.“ Schließlich ist er in der Jugend des Hamburger SV ausgebildet worden, spielte dort von der U 14 an sechs Jahre lang, hat seitdem mehr als 160 Regionalliga-Spiele auf seinem Konto.

Sehr gefreut habe ihn auch, dass er in Wuppertal neben Uphoff auch wieder auf seinen Wattenscheider Kollegen Jonas Erwig-Drüppel trifft, mit dem er dort die linke Seite beackert hatte. Sein Vertrag läuft zunächst ein Jahr, er würde sich aber freuen, wenn es mehr Jahre würden. Die Aufnahme von Trainerteam und Mannschaft sei herzlich gewesen, und die Wege sind jetzt kurz. Mit seiner Freundin ist er bereits aus Gelsenkirchen nach Barmen umgezogen, richtet gerade die Wohnung ein, weshalb es neben Training und WM-Gucken noch wenig Gelegenheit gegeben habe, sich in der Stadt umzuschauen.

Der Umzug bot sich an, weil seine Freundin in Wuppertal arbeitet — als Industriekauffrau in einem Unternehmen für Heizungsregler. Er selbst möchte in absehbarer Zeit eine Ausbildung beginnen, sich in dieser Saison aber noch voll auf den Fußball konzentrieren. gh

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