Regionalliga West: WSV lädt zum großen Saisonfinale

Regionalliga West : WSV lädt zum großen Saisonfinale

Gegen Köln II winkt am Sonntag (14 Uhr) noch Platz drei. Acht Spieler werden verabschiedet. Der Eintritt am Kidsday beträgt nur fünf Euro.

Nicht schlechter als Platz sieben und vielleicht sogar noch Rang drei — so lauten die rosigen Aussichten für den Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV vor dem letzten Saisonspiel am Sonntag gegen die U 21 des 1. FC Köln. Ligaeinheitlich fallen dann ab 14 Uhr die letzten Entscheidungen, und während sich der Meisterkampf zwischen dem KFC Uerdingen und Viktoria Köln in Wiedenbrück und Rhynern abspielt, kann auch der WSV noch in zwei Entscheidungen eingreifen (Zu unserem Liveticker geht es hier!).

Er bleibt und darf am Sonntag zwischen den Pfosten seine Vertragsverlängerung feiern: Joshua Mroß, der seit 2012 ein WSVer ist. Foto: Andreas Fischer

Einerseits könnte er im Abstiegskampf das Zünglein an der Waage werden, schließlich stehen die Kölner nur zwei Zähler vor Fortuna Düsseldorf II, das derzeit den 15. Tabellenplatz belegt. Der würde den Abstieg bedeuten, sollte sich der Meister der Regionalliga-West in der späteren Aufstiegsrelegation nicht gegen Waldhof Mannheim durchsetzen können.

In der anderen Entscheidung geht es um die Torjägerkanone, die sich Christopher Kramer aufsetzen möchte. Der WSV-Stürmer führt mit 18 Treffern vor dem Rödinghauser Marius Bülter, der 17 Mal getroffen hat, und dem Uerdinger Lucas Musculus (16) die aktuelle Wertung an.

„Wenn wir ihm als Mannschaft helfen können, werden wir das tun“, sagt WSV-Trainer Christian Britscho, der zum Abschluss noch einmal auf eine möglichst große Kulisse hofft. „Das haben sich die Jungs in den vergangenen Wochen redlich verdient. Ein einheitlicher Eintrittspreis von nur fünf Euro und freier Eintritt bis zwölf Jahren sowie Kinderattraktionen sollen dazu beitragen, dass der letzte Spieltag ein Feiertag wird. Neben der Vorgabe, noch einmal „alles reinzuwerfen“, will Britscho seinen Spielern noch eines mit auf den Weg geben: „Habt Spaß.“ Ehrgeiz gibt es in der Mannschaft genug. „Der dritte Tabellenplatz ist für mich absolut ein Anreiz. Den habe ich noch nie erreicht“, sagt Mittelfeld-Ass Gino Windmüller. Zudem hat man aus dem Hinspiel, das der WSV unglücklich mit 3:6 verlor, noch eine Rechnung mit Köln offen. Ein Sieg würde allerdings nur zu Platz drei reichen, wenn Dortmund II nicht gegen den abstiegsgefährdeten Bonner SC gewinnen sollte.

Wen Britscho am Sonntag aufbieten kann, weiß er noch nicht. Daniel Grebe fehlt nach Zahn-Op. Niklas Heidemann dürfte weiter verletzt ausfallen, und auch ob die am Dienstag gegen Gladbach verletzten Enes Topal und Sascha Schünemann mitwirken können, ist noch offen. Sicher ist, dass Joshua Mroß für Sebastian Wickl im Tor stehen wird. Seit Freitag ist übrigens klar, dass auch Mroß dem WSV erhalten bleibt. Mit ihm verlängerte der trotz seiner jungen 21 Jahre dienstälteste WSV-Spieler seinen Vertrag um ein Jahr. Er geht damit schon in die sechstes Spielzeit beim WSV. „Dass er spielt, war vorher so abgesprochen, weil er sich hier tadellos verhalten hat, unabhängig davon wie die Vertragsverhandlungen ausgefallen wären“, so Britscho. Klar ist ebenfalls seit Freitag, dass Defensivallrounder Kevin Pytlik (20) den WSV — wie bereits Niklas Heidemann (Münster) — Richtung dritte Liga (SF Lotte) verlassen wird. „Ich freue mich total für Kevin, dass er bei uns den Sprung geschafft hat, aber es ist auch schade, dass wir den Jungen ziehen lassen müssen“, sagt Britscho und fügt an: „Wir müssen irgendwann dahinkommen, dass wir den Jungs ein adäquates Angebot machen, damit sie bleiben.“

So aber wird der Sonntag auch ein Tag des Abschieds sein. Neben Pytlik und Heidemann werden auch Enzo Wirtz, Dennis Dowidat, André Mandt, Michael Blum, Yassine Khadraoui und Emre Bayrak verabschiedet. Drei Punkte und damit mindestens Platz vier wären sicher ein schönes Abschiedsgeschenk.