WSV gegen RWO - der Spielbericht

Fußball-Regionalliga : WSV kommt immer besser in Fahrt

Mit einem 2:0-Erfolg gegen Oberhausen gelingt dem Wuppertaler Sportverein der zweite Sieg in Folge. RWO hatte gegen die Alipour-Elf keine Chance.

Zum Abschluss des 11. Spieltags in der Fußball-Regionalliga West hat der Wuppertaler SV am Montagabend den Tabellenvierten Rot-Weiss Oberhausen mit 2:0 besiegt und sich auf Platz zehn vorgeschoben. Nur 2337 Zuschauer im Stadion am Zoo und einige Tausend an den Fernsehschirmen des Senders Sport1, der live übertrug, wurden Zeuge des verdienten zweiten Sieges in Folge unter Trainer Adrian Alipour.

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Der hatte die Startelf gegenüber dem 2:0 in Wattenscheid vom vergangenen Mittwoch auf zwei Positionen geändert. Außenstürmer Kevin Hagemann beförderte Alipour erstmals unter seiner Regie in die Startelf, dazu kehrte der zuletzt verletzte Sascha Schünemann zurück ins Mittelfeld. Draußen blieben dafür zunächst Daniel Grebe und Marco Cirillo.

Fan-Proteste überschatten WSV-Spiel

Die offensivere Variante offensichtlich, und der WSV übernahm auch von Beginn an die Initiative. Die pfeilschnellen Jonas Erwig-Drüppel und Hagemann wirbelten die großgewachsene Abwehr durcheinander. Zwei Ecken und ein Freistoß, den Kapitän Gaetano Manno aus 20 Metern in die Mauer setzte, blieben in den ersten 15 Minuten leider der einzige Ertrag. Danach übernahmen kurzzeitig die Fans beider Lager die Initiative mit gemeinschaftlichen Schmährufen gegen das ungeliebte Fernsehen. Dabei hatte WSV-Sportvorstand Manuel Bölstler vorher die Fans darum gebeten, dem Verein nicht zu schaden und entschuldigte sich in einer Zwischeneinblendung für deren Beschimpfungen des Senders. Geld bringt die Übertragung dem WSV zwar nicht, doch man hofft, seinen Bekanntheitsgrad zu steigern.

Absolut fernsehrreif war dann der Führungstreffer, den Jonas Erwig-Drüppel nach 19 Minuten erzielte, als sich das Spiel etwas zu beruhigen schien. Drüppel leitete die Szene über rechts selbst ein, lief in den Strafraum und wurde dann von Kapitän Gaetano Manno maßgerecht bedient. Wie ein Strich zischte der Ball aus zehn Metern über die Fäuste von Torwart Robin Udegbe hinweg in die Maschen. Der WSV blieb am Drücker, verzeichnete aber nach 28 Minuten durch Oberhausens Kapitän Patrick Bauder die erste gefährliche Szene gegen sich. Sein Schuss strich knapp über den kurzen Winkel. Im Gegenzug dann wieder Werbung für die Gastgeber. Jan Steffen-Meier schickte Silvio Pagano auf der rechten Außenbahn auf die Reise, und wie schon in Dortmund bereitete der wie gemalt für Christopher Kramer vor. Diesmal kam der Pass flach an den Fünfmeter-Raum und in Kramer-Manier sprintete der Torjäger voll hinein. Sein neuntes Saisontor.

Hübsch, was der WSV da spielte, auch wenn er im Anschluss versäumte, nachzulegen. So kann er in der Tat eine Spitzenmannschaft sein, auch wenn die Ergebnisbilanz jetzt gerade einmal ausgeglichen ist. Aber die Tendenz zeigt klar nach oben. „Der WSV macht es gut, gegen eine allerdings biedere Handwerkstruppe. Da darf eigentlich nichts mehr passieren“, sagte Ex-Profi Holger Fach, seit Jahren mal wieder Tribünengast beim WSV, zur Pause.

Oberhausens Trainer Mike Terranova wechselte zwar offensiv, und die Gäste zeigten nun zumindest ein wenig Initiative. Bis auf einen Schuss aus kurzer Distanz von Shaibou Oubeyapwa, den WSV-Keeper Joshua Mroß gut parierte, war es aber wenig zwingend.

Auf der Gegenseite verpasste der WSV mehrfach das 3:0, auch wenn er das hohe Tempo der ersten Hälfte nicht mehr ganz gehen konnte. In fünf Tagen in Wiedenbrück gilt es schon, weiter an der Serie zu basteln.

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