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Fußball-Regionalliga: WSV fordert die Knappenschmiede

Fußball-Regionalliga : WSV fordert die Knappenschmiede

Kapitän Manno will unbedingt spielen. Für Tim Bodenröder gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Wuppertal. Wann es im Spiel gegen Dortmund passiert war, kann WSV-Kapitän Gaetano Manno nicht sagen. Auf jeden Fall war am nächsten Tag sein Fuß dick und schmerzte. Starke Prellung lautete später die Diagnose der Ärzte. Ein Knochenbruch konnte zum Glück ausgeschlossen werden.

Fußball-Regionalliga: WSV fordert die Knappenschmiede
Foto: Kurt Keil

So sagt Manno, der am Donnerstag erstmals wieder mittrainierte: „Ich will gegen Schalke unbedingt spielen, jetzt kommen doch die interessanten Partien.“ In der Tat ist das Spiel gegen die U 23 der Knappenschmiede am Samstag, 14 Uhr, im Stadion am Zoo eines, in dem der WSV sich weiter von den unteren Plätzen der Tabelle absetzen kann. Obwohl nach acht Spielen mit Duellen gegen Topfavoriten noch ungeschlagen, beträgt der Abstand auf den ersten Abstiegsplatz „nur“ sieben Zähler. Da wirken sich die sechs Unentschieden aus. Die Schalker, obwohl zuletzt gegen Bonn zu Hause mit 0:5 unter die Räder gekommen, haben nur zwei Punkte weniger. „Das 0:5 darf uns nicht irritieren“, mahnt Manno erneut volle Konzentration an.

Die fällt Tim Bodenröder nicht schwer. Der Last-Minute-Zugang aus Fürth trifft am Samstag schließlich auf einige ehemalige Mitstreiter. Er spielte von der U 14 bis zur U 19 bei Schalke. „Fabian Reese und Joseph Boyamba kenne ich noch gut, habe aber in der turbulenten Zeit zuletzt keinen Kontakt gehabt“, sagt er. Turbulent für den 20-jährigen Hagener deshalb, weil am letzten Tag der Wechselperiode die Entscheidung anstand, spiele ich in Fürth weiter Regionalliga oder versuche ich etwas anderes? Sein Ziel war 2. Liga, als er im Januar 2015 zu den Franken gewechselt war. Ein Jahr hatte er dann auch bei den Profis trainiert und Regionalliga gespielt. Nun sollte er aber fest zur zweiten Mannschaft.

Bei der Entscheidung für den WSV habe auch die Nähe zur Heimat eine Rolle gespielt. Jetzt bildet er eine Fahrgemeinschaft mit Gaetano Manno und Niklas Heidemann und fühlt sich schon bestens integriert. „Alle sind freundlich zu mir, obwohl ich ja unangekündigt plötzlich da war.“ Nachdem der schnelle Offensivspieler gegen Aachen schon die ersten Einsatzminuten gehabt hatte, ist sein Ziel „spielen“.

„Er wird gegen Schalke im Kader sein“, lässt sich Trainer Stefan Vollmerhausen, der auf jeden Fall auf den verletzten Silvio Pagano verzichten muss, aber noch nicht in die Karten schauen. Bodenröder, der in Fürth meist vor 100 Zuschauern gespielt hat, freut sich in jedem Fall wieder auf eine große Kulisse. „Man hat mir ja schon gesagt, dass hier ist ja der Wahnsinn.“

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wz.de/liveticker