Wuppertaler SV: „Wir wollen den WSV wieder in der Sportschau sehen“

Wuppertaler SV : „Wir wollen den WSV wieder in der Sportschau sehen“

Wuppertal. „Wir wollen den WSV wieder in der Sportschau sehen.“ Mit diesem Ziel wurde 2013 beim Wuppertaler SV unter dem Label WSV 2.0 zum Neuaufbruch nach der Ära Runge geblasen.

Am Donnerstag stellte die derzeitige Führung um Vorstandssprecher Lothar Stücker vor Sponsoren und ausgewählten Gästen im Studio von Sponsor Wupper Küchen vor, wie vom aktuellen Etappenziel Regionalliga aus bis 2020 möglichst die Dritte Liga erreicht werden soll. Die wird schließlich in der Sportschau gezeigt.

Eine große Rolle dabei soll das derzeitige sportliche Führungsduo Trainer Stefan Vollmerhausen und Sportdirektor Manuel Bölstler spielen. Der Vertrag mit beiden soll bis 2020 verlängert werden. Das hatte am Vorabend der Verwaltungsrat abgesegnet, ebenso wie die bevorstehende Wahl zweier neuer Vorstandsmitglieder: Manuel Bölstler, der seinen Vertrag als Sportdirektor bereits am Donnerstag unterschrieben hat, dokumentiert seine Verbundenheit mit dem WSV und dem von ihm mit erarbeiteten Konzept dadurch, dass er auch als Vorstandsmitglied mit in die Haftung geht. Vierter Vorstand wird Heinz Lucas, der den WSV über den Freundeskreis schon lange unterstützt und am Gründungstag des WSV, 8. Juli 1954 in Wuppertal geboren ist. Gewählt werden sollen sie am 6. Februar vom Verwaltungsrat.

Um sich sportlich und organisatorisch schrittweise weiterentwickeln zu können, wird eine jährliche Etaterhöhung von 200 000 bis 250 000 Euro angepeilt. Mit 680 000 Euro, die die erste Mannschaft aktuell zur Verfügung habe, sei man derzeit noch unterstes Regionalliga-Niveau, was die aktuellen Erfolge umso bemerkenswerter macht. „In den Gesprächen der vergangenen Wochen ist es uns bereits gelungen, ein Fünftel des Erhöhungsbetrags als Zusage für die kommenden Saison zu erhalten“, sagte Lothar Stücker unserer Zeitung. Zudem sei er zuversichtlich, dass die Lücke aus Kosten des Insolvenzverfahrens und einer Unterdeckung aus der Saison 2014/15, die der WSV bisher mit sich herumträgt, bis zum Saisonende komplett geschlossen sein werde. Aktuell sei bereits gut die Hälfte abgetragen. Noch rund 140 000 Euro seien offen.

Manuel Bölstler legte den sportlichen Plan vor. Das heißt, weiter auch Talente entwickeln, wie das von Anfang an das Ziel gewesen sei, aber darüber hinaus auch Kontinuität im Kader zu erhalten. Für günstige aber qualitativ hochwertige Zugänge soll auch die Kooperation mit Bundesligisten gesucht werden. Für eigene U 19-Spieler, die noch nicht so weit sind Regionalliga zu spielen, sollen gleichzeitig regionale Partner gesucht werden. Gleichzeitig soll die Trainerausbildung forciert werden. Dass Cheftrainer Stefan Vollmerhausen perspektivisch den Fußballlehrerschein anpeilt, ist bekannt.

Wie Jürgen Harmke darlegte, gibt es erfreulicherweise auch zahlreiche Bewerber für den neuen Verwaltungsrat, der im März neu gewählt wird. Aus dem bisherigen 13er-Gemium stellen sich bis auf Verena Imhof und Jörg Jubelt alle wieder zur Verfügung. Neue Bewerber ließen aber erwarten, dass der Verwaltungsrat eventuell sogar bis zur maximalen Zahl 15 aufgestockt werden könne.

„Jetzt liegt alles auf dem Tisch, und wir bitten um Unterstützung“, sagte Lothar Stücker. Ohne, die schrittweisen Etaterhöhungen, auch das machte Stücker deutlich, funktioniere das Konzept nicht. „Dafür haben wir in den vergangenen Woche hart gearbeitet. Auch wenn es bisher immer noch nicht gelungen sei, bedeutende Unternehmen neu zu gewinnen oder zu einer deutlichen Ausweitung ihres Engagements zu bewegen, sei die Ansprache, die der WSV erfahre, inzwischen eine ganz andere. Die Resonanz am Donnerstagabend war schon mal sehr positiv.

Mehr von Westdeutsche Zeitung