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Wasserfreunde Wuppertal wollen Becken im Freibad sanieren

Sportstätten : Wasserfreunde Wuppertal wollen Becken im Freibad sanieren

2,1 Millionen Euro sollen in diesem und dem nächsten Jahr investiert werden.

Auch wenn momentan – außer im beheizten Bad des SV Neuenhof auf Küllenhahn – wahrlich keine Freibadzeit ist, laufen bei den Wasserfreunden die Überlegungen für eine Sanierung ihres Vereinsbades im Bendahl auf Hochtouren. In drei Bauabschnitten soll das Bad, das zuletzt 1970 in größerem Umfang erneut worden war, zukunftsfähig gemacht werden. Allein für die ersten beiden, die in diesem und im nächsten Jahr in Angriff genommen werden sollen, sind Kosten von 2,128 Millionen Euro veranschlagt, die der Verein mit seinen aktuell 1800 Mitgliedern stemmen muss. Aus dem Landesprogramm Moderne Sportstätten NRW 2022 sind zusammen 362 000 Euro an Zuschüssen bewilligt. Im Rat am 14. Februar wirbt das Sportamt bei der Politik um die Bewilligung einer städtischen Unterstützung von 150 000 Euro. „Man darf ja nicht vergessen, dass der Verein viele Mitglieder hat und es im Bad auch Schwimmkurse gibt, die der Allgemeinheit zu Gute kommen“, nennt Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski als Argumente für einen städtischen Zuschuss. Er würde die Last, die der Verein selbst über Kredite, Spenden und Eigenleistung zu stemmen hat, zumindest etwas mindern.

„Klar ist, dass wir etwas tun müssen“, sagt der Wasserfreunde-Vorsitzende Harald Bayer, der bei seiner Amtsübernahme zusammen mit seinem Vorstandsteam noch einmal Gutachter herangezogen hatte, um den Zustand des Bades zu beurteilen. So seien Beckenhydraulik und Wasseraufbereitung nicht mehr zeitgemäß. Das aufbereitete Wasser ströme über die Stirnseite ein, die Auslässe befinden sich 50 Meter entfernt auf der anderen Seite. Zwar habe man bei begrenztem Andrang noch keine Probleme mit der Hygiene bekommen, doch das könne auf Sicht passieren, ganz abgesehen davon, dass die Beckenfolie an vielen Stellen brüchig sei. Der Plan ist nun, im Zusammenhang mit einer neuen Wasseraufbereitung, die Einströmdüsen unter das Becken zu legen, sozusagen in den Beckenkörper. Der Platz entsteht dadurch, dass das neue Becken durch einen erhöhten Umlauf angehoben wird, und außerdem der Nichtschwimmerbereich, in dem die Wassertiefe 1,35 Meter beträgt, vergrößert wird. 

„Mit der Baumaßnahme würden wir gerne gleich nach der Sommersaison 2022 starten.“ Den ersten Bauabschnitt - die Erneuerung des Planschbeckens, inklusive neuer Chlorgasanlage, will man schnell in Angriff nehmen. „Ob das noch vor der Saison fertig wird, hängt vom Ausschreibungsergebnis ab, dass wiederum Voraussetzung dafür ist, dass Landesgelder fließen“, so Bayer. Den Optimismus speist er auch aus einem Mitgliederzuwachs im Jahr 2021, als das Freibad als erstes in Wuppertal Ende Mai hatte öffnen können, nachdem die Coronaschutzauflagen gelockert wurden. Bayer: „Offenbar sind einige Familien wegen der Unsicherheiten nicht in den Urlaub gefahren und haben ihre Ferien im Freibad verbracht.“ Er hofft darauf, dass die positive Mitgliederentwicklung anhält. Die Erneuerungen sollen dazu beitragen. Der geplante dritte Bauabschnitt, einen neue Badewasserheizung und eine neue Umwälzanlage, werde erst in acht bis zehn Jahren angepeilt. gh