Wasserfreunde Wuppertal: Focke kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Wasserfreunde Wuppertal: Focke kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Der 32-Jährige will als Trainer der Wasserfreunde Wuppertal neue Impulse setzen.

Wuppertal. Die Wasserfreunde Wuppertal starten mit einem neuen Trainer in die am kommenden Samstag beginnenden Saison der 2. Wasserball-Liga West. Tim Focke löst die beiden Trainerinnen Ute Kopp-Kunz und Nicole Nieder ab, die künftig für die Jugendarbeit der Wasserfreunde verantwortlich sind. „Sie haben eine hervorragende Arbeit gemacht und mir ein intaktes Team übergeben“, sagt Focke.

Der 32 Jahre alte Diplomsportlehrer aus Wuppertal, der bis zu seinem 18. Lebensjahr selbst für die Wasserfreunde spielte, kehrt nach einer erfolgreichen Karriere als Spieler der Bundesligaklubs ASC Duisburg und Düsseldorfer SC zurück an seine alte Wirkungsstätte. Dort will er nun seine Erfahrungen als Kadermitglied der Nationalmannschaft von 2004 bis 2008 und aus zahlreichen internationalen Einsätzen im europäischen Vereinswettbewerb einbringen.

Erste Erfolge als Übungsleiter feierte er bereits mit der A-Jugend seines Ex-Klubs ASC Duisburg, die er zur deutschen Meisterschaft führte. In seiner Heimatstadt will er nun „neue Impulse setzen“, so sein Credo. Die schöpft er auch aus seiner Tätigkeit als trainingswissenschaftlicher Begleiter für die Kader-Spieler im Westdeutschen Schwimmverband.

Dass viele seiner neuen Spieler auch Kumpels aus vergangenen Tagen sind, sieht er nicht als Manko. „Einige davon sind meine Freunde. Dennoch werde ich eine besondere Kommunikationsebene finden. Denn in meiner Funktion gilt es, Freundschaften und mein Amt explizit zu trennen“, sagt Focke. Er bezieht darin auch das Verhältnis zu seinem Bruder Tom ein, der zum Kader der Wasserfreunde zählt.

Dass mit Lars Hebbecker und Christian Offermann zwei Schlüsselspieler den Klub verlassen haben und künftig mit der Startgemeinschaft Köln in der Bundesliga spielen, will er ebenfalls nicht als Schwächung verstanden wissen. „Wenn man individuelle Spielerstärken verloren hat, muss man dies kompensieren, indem man die individuellen Stärken der anderen Spieler verbessert und die Spiele taktisch angeht“, so Focke. Wenn nötig, will er auch selbst spielen. „Aber nur, wenn es eng wird.“

Möglich, dass es schon bei seinem Trainerdebüt am Samstag, 19. November, 14 Uhr, dazu Gelegenheit gibt. Denn dann ist der Düsseldorfer SC im Schwimmleistungszentrum Küllenhahn zu Gast. Der letztjährige Zweite der Liga hegt erneut Ambitionen, in die höchste deutsche Spielklasse aufzusteigen. Mit einem Sieg käme Focke umgekehrt seinem Saisonziel, „unter die ersten Vier zu kommen“, schon recht nahe. Und vielleicht sind ja am Samstag schon „neue Impulse“ erkennbar.

Mehr von Westdeutsche Zeitung