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Vorerst höchsten 150 Zuschauer auch bei Sportveranstaltungen

Sport und Corona : Nur noch höchstens 150 Zuschauer

Vor dem Hintergrund der hohen Ansteckunswerte in Wuppertal gibt es auch für den lokalen Sport weitere Corona-Beschränkungen. Im Fußball häufen sich die Spielausfälle wegen infizierter Spieler oder Spielern in Quarantäne. Das Gesundheitsamt kommt mit offiziellen Bescheiden nicht nach.

Corona-Hotspot Wuppertal heißt es seit Donnerstag aufgrund der über 50 gestiegenen Inzidenzzahl. Für den Sport bedeutet das: Die Zuschauerzahl ist auf ein Viertel der Regelkapazität, höchstens aber auf 150 begrenzt, wie der Krisenstab verfügte. Die 150 würden also auch für den Wuppertaler SV gelten, der am Wochenende aber auf Schalke (Höchstzuschauerzahl: 300) spielt und erst am kommenden Samstag zu Hause gegen Rödinghausen. Er kann nur darauf hoffen, dass der Inzidenzwert  zu Wochenbeginn wieder unter 50 sinkt. Dieser muss wohl fünf Tage unter dieser Grenze bleiben, bis die aktuelle Zuschauerbegrenzung wieder aufgehoben wird.

Die 150er-Grenze könnte bereits an diesem Wochenende etwa für das Fußball-Bezirksliga-Derby zwischen dem SV Bayer und dem SC Sonnborn zu Einlassbeschränkungen führen. Für dieses Aufsteiger und Nachbarschaftsduell waren sicher mehr Zuschauer erwartet worden. Handball-Oberligist LTV Wuppertal kann bei einer Höchstkapazität der Halle Buschenburg von 300 am Sonntag gegen Lobberich noch keine 100 Zuschauer einlassen. Das würde auch den Zweitligisten TV Beyeröhde betreffen, sollte der Inzidenzwert in der kommenden Woche nicht sinken. Beim wichtigen Spiel gegen Harrislee am 17. Oktober, hofft der TVB natürlich auch auf Fanunterstützung. Das bisher geltende Hygienekonzept ließ bis zu 160 Zuschauer zu.

Doch auch ohne Zuschauerbegrenzung empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Spielpläne.  Gerade im Fußball werden Spiele immer häufiger wegen Cronona- oder Quarantäne-Fällen kurzfristig abgesagt. In der Regionalliga beispielsweise Rödinghausen gegen Homberg. Die jüngsten beiden Partien von Oberligist Cronenberger SC waren, wie berichtet,  abgesagt worden, weil gleich fünf CSC-Spieler unter Quarantäne stehen.

Der TSV Ronsdorf ist am Wochenende gleich doppelt betroffen, obwohl es dort bisher keine Coronafälle gibt. In der Bezirksliga musste Gegner Frintrop absagen, in der Kreisliga A der TSV Union, der noch keinen offiziellen Bescheid vom Gesundheitsamt hat, dass die Quarantäne gegen Spieler aus der Partie gegen Hellas aufgehoben wurde. „Das Gesundheitsamt ist bei der Flut der Fälle offenbar überfordert“, zeigt Union-Vorsitzende Thorsten Embruch Verständnis. Für Union ist es genau wie für Hellas bereits der dritte Spielausfall. Das Hellas-Spiel gegen Grün-Weiß hätte aber so oder so nicht stattfinden können, weil auch ein Grün-Weiß-Spieler am Montag ein positives Testergebnis erhalten hatte. Auch hier stehen laut Trainer Clark Schworm offizielle Bescheide des Gesundheitsamtes über die Quarantäneanordnung für Mitspieler noch aus. gh