Von der Rolle bis zum Spagat

Beim Frühjahrshallen-Turnen zeigten 150 Sportler vom Nachwuchs bis zur Hauptklasse, dass Wuppertal gut aufgestellt ist.

Wuppertal. Von Winterschlaf kann man bei Wuppertals Turnern wahrlich nicht reden, denn im Winter wurde fleißig geübt. Das Resultat war am Sonntag beim „Frühlingsturnen“ in der Sporthalle Küllenhahn zu bewundern, einem von fünf großen Terminen, die die Wuppertaler Turnerjugend im Jahresverlauf anbietet. Die Wettkampfleitung hatte der LTV.

„Ich nenne das gerne Frühlingserwachen“, sagt Jörg Thilo aus dem Vorstand der Wuppertaler Turnerjugend und schickte gleich hinterher, dass es ja nicht so richtig stimme. Vor drei Wochen hatte es für die Jüngsten schon den neu eingerichteten Mini-Cup gegeben. Weil viele, die damals erste Wettkampferfahrung gesammelt hatten, jetzt wieder mit dabei waren, gab es mit 150 Teilnehmern von Bambini bis zur Topturnerin eine große Beteiligung. Und dabei fehlten die Jungen von VSTV, LTV und weitgehend auch OTB noch wegen paralleler Veranstaltungen.

„Das Nachwuchssystem der Turnerjugend bewährt sich“, freut sich Thilo, der Wuppertal im Turnen sowohl in der Breite als auch in der Spitze so gut aufgestellt sieht wie lange nicht. Bewusst hat man beim Frühjahrshallen-Turnen einen Nachwuchswettbewerb eingeführt und dabei die Pflichtstufen, das heißt die Schwierigkeitsgrade der Übungen, begrenzt. Normal gehen die von zwei bis neun, am Vormittag waren zwei bis sechs die Höchstschwierigkeiten, was trotzdem zu sehenswerten Übungen an Boden, Barren, Balken und Sprung führte. „Nach längerer Pause haben dadurch etwa auch die DT Ronsdorf und der TV Uelendahl wieder Teilnehmer geschickt“, so Thilo.

In der Hauptklasse am Nachmittag, in der Pflichtübungen bis Stufe neun gezeigt wurden, hatten aber meist die Top-Turnerinnen von BTV, und Vohwinkeler SV, OTB und LTV die Nase vorn. Die BTV-Mädchen im Jahrgang 2002 hatten vergangene Woche bereits bei ihrer Landesliga-Premiere ihre Klasse bewiesen. So war in Abwesenheit von Jil Annika Sticher die erfolgsverwöhnte Alena Tran die Gesamtbeste, erzielte gemeinsam mit Kollegin Fiona Neumann mit 18,25 Punkten am Boden auch die Tageshöchstwertungen. Celia Toussaint, vergangene Woche noch Beste des gesamten Landesligawettkampfs, wurde Zweite. Sie war dadurch gehandicapt, dass sie ihren Topsprung, den Tsukahara gar nicht zeigen durfte. Der geht in der Schwierigkeit über die Plichtstufe 9 noch hinaus.