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Volleyball: Sude musste nicht den Notarzt spielen

Volleyball: Sude musste nicht den Notarzt spielen

Mister Volleyball hielt sich am Rand bereit.

Wuppertal. Der Nothelfer musste nicht eingreifen. Das ganze Spiel über hielt sich Mister Volleyball Burkhard Sude am Spielfeldrand in der blauen Titans-Trainigsjacke warm, klatschte seine jungen Mitspieler in den Auszeiten ab und nahm den ein oder anderen beiseite, um ihm einen Tipp zu geben. Wer den inzwischen grau gewordenen 51-jährigen 201-fachen Ex-Nationalspieler, der mit seinen schlanken 1,93 Metern aber immer noch durchtrainiert wirkt, beobachtete, durfte keinen Zweifel daran haben, dass er nicht nur als Werbegag aus Friedrichshafen gekommen war. Am Morgen hatte er erstmals mit der Mannschaft trainiert.

"Wir wussten nicht, was aus Gergelis Rücken wird, und dann hat Florian Wilhelm auch noch Knieprobleme gehabt, da war es gut, dass wir Burkhard in Reserve hatten", sagte Trainer Jens Larsen. Letztlich gab seine Top-Sieben aber nicht den geringsten Anlass für einen Wechsel. Sude nahm es nicht krumm, dass er auch nicht kurz zum Einsatz gekommen war: "Es gibt keine Sozialwechsel, das ist Leistungssport."

Fit hält sich der Zahnarzt, indem er nach der Praxis in der Woche zur Friedrichshafener Arena joggt und dort allabendlich mit der zweiten Mannschaft trainiert. Ob es vielleicht doch noch einen Einsatz für die ehemaligen Wuppertaler Kontrahenten gibt, denen er im Dezember nach dem couragierten Auftritt in Friedrichshafen Hilfe angeboten hatte? "Wenn man mich braucht und es passt, komme ich", antwortete er.