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Volleyball-Bundesliga: Larsen bleibt Wuppertal treu

Volleyball-Bundesliga: Larsen bleibt Wuppertal treu

Trainer der Titans lehnt zahlreiche Angebote aus dem In- und Ausland ab.

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p class="text"><strong>Wuppertal. "Ich werde in Wuppertal bleiben", sagt Jens Larsen und dementiert damit Wechselgerüchte. Der Trainer des Erstligisten Wuppertal Titans lagen etliche Angebote aus der Bundesliga und dem Ausland vor. "Auch aus Dänemark kamen Anfragen", so der Däne, der seit drei Jahren in Wuppertal als Trainer tätig ist. "Es waren interessante Angebote dabei, aber jetzt zu verschwinden wäre zu einfach", sagt Larsen und erklärt: "Das vergangene Jahr hat sehr viel Kraft gekostet. Aber ich habe gekämpft ohne Ende und das werde ich jetzt nicht so einfach abgeben. Hier etwas zu bewegen ist mein Lebensprojekt." Außerdem fühlt sich Larsen, der mit seiner Familie in Ronsdorf wohnt, in Wuppertal sehr wohl.

Für die kommende Saison laufen die Planungen auf Hochtouren. Co.-Trainer Kai Müller wird nicht mehr zur Verfügung stehen. "Er arbeitet für den SV Bayer im Jugendbereich und wir als GmbH können ihn nicht bezahlen", meint Larsen. Bislang gibt es noch keinen Nachfolger.

Neue Spieler haben die Titans im Visier, aber es werden noch keine Namen genannt. In zwei Wochen will Larsen näheres bekannt geben. Dann steht auch fest, ob Arthur Augustyn und Chris Pena in Wuppertal bleiben.

Neuigkeiten gibt es vom Volleyball-Weltverband, der darüber nachdenkt, dass ab der kommenden Saison nur noch maximal zwei Ausländer gleichzeitig auf dem Spielfeld stehen sollen. Auch eine Beschränkung der Gesamtzahl der Ausländer ist in der Diskussion. Ob EU-Bürger dann auch zu Ausländern zählen, steht noch nicht fest. "Ich bin dagegen und hoffe nicht, dass das Konzept durchkommt", meint Larsen. "Im Juni wird darüber entschieden. Für uns ist diese gewonnene Zeit aber gar nicht schlecht, weil wir unsere Vertragsabschlüsse deshalb verschieben. Bis Juni haben wir noch mehr Sponsoren und somit Geld zur Verfügung."

Dagegen ist der Coach des VfB Friedrichshafen, Stelian Moculescu, regelrecht empört. "Das ist der Tod des Volleyballs. Wir kommen zurück in die 70-er, als nur zwei oder drei Nationen das Spielgeschehen in Europa bestimmt haben", sagte Moculescu am Rande des ersten Finalspiels gegen den SCC Berlin. "Wir müssen jetzt Zivilcourage zeigen und uns artikulieren. Das kann bis zum Boykott gehen." Die VfB-Volleyballer machten auf die drohende Ausländerbeschränkung beim ersten Finalspiel mit einer T-Shirt-Aktion ("Let us play - lasst uns spielen!") aufmerksam.