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Vohwinkels Aufholjagd wird nicht belohnt

Vohwinkels Aufholjagd wird nicht belohnt

Fußball-Landesligist verliert in letzter Sekunde 3:4 bei TuRU.

Durch ein Tor in der Nachspielzeit hat der FSV Vohwinkel sein Auswärtsspiel beim neuen Spitzenreiter TuRU Düsseldorf äußerst unglücklich mit 3:4 (1:3) verloren. Zuvor hatte die Bach-Elf einen 0:3-Rückstand wettgemacht. Partien mit Beteiligung des FSV scheinen fast schon grundsätzlich einen hohen Unterhaltungswert mitzubringen, auch wenn es an diesem Sonntag kein positives Ende aus Sicht der Füchse gab. „Es ist extrem bitter, in allerletzter Sekunde trotz dieser Moral noch zu verlieren“, meinte der geknickte FSV-Trainer Marc Bach.

Seine Mannschaft machte in der ersten halben Stunde eigentlich ein gutes Spiel. Die junge TuRU-Truppe von Ex-WSV-U 19-Trainer Dennis Brinkmann fand gegen die kompakte FSV-Defensive zunächst keine Mittel. Mit dem 0:1 durch Jacob Ballah ging aber die Ordnung beim FSV verloren. „Da haben wir zwischen der 30. und 40. Minute ein Schläfchen gehalten“, urteilte Bach. Allerdings: Der Elfmeter, der zum 0:2 durch Vensan Klicic (32.) führte, war zweifelhaft. Wie so einige Entscheidungen des selten souverän wirkenden Unparteiischen an diesem Sonntag. Beim 0:3 durch Klicic (42.) ließ sich der FSV viel zu einfach überrumpeln.

Die Partie schien bereits gelaufen, doch Atsushi Kanahashi schenkte seiner Mannschaft mit dem 1:3 (43.) neue Hoffnung. Shun Terada hatte mit dem Pausenpfiff sogar das 2:3 auf dem Fuß, wurde aber im letzten Moment vom guten Juil Kim, der kürzlich noch für den WSV auflief, gestört.

Die Gäste erwischten in Halbzeit zwei einen optimalen Start: Mustergültig bediente Atsushi Kanahashi Shun Terada, der sicher einschob. Bei einem Pfostenknaller (52.) und einer starken Reaktion von Keeper Asterios Karagiannis (58.) hatte der FSV zunächst Glück, doch eine Doppelchance von Robin Rehmes und Kanahashi (68.) gab dem FSV weiteren Mut. Der starke Kanahashi wurde von den Beinen geholt, den fälligen Strafstoß verwandelte Robin Rehmes sicher (77.) Vieles sprach jetzt für mindestens einen Punktgewinn des Aufsteigers, der aufgrund des Kraftaktes mehr als verdient gewesen wäre. Doch stattdessen traf die TuRU durch Malte Boermans, der das Leder im Gewühl über die Linie stocherte. Das zuvor auf der Gegenseite ein offensichtliches Foul am eingewechselten Erwin Mambasa nicht geahndet wurde, machte die Last-Minute-Pleite für den Aufsteiger doppelt bitter. FSV: Karagiannis, T. Kostikidis (56. C. Kostikidis), Cansiz, Winter, Zupo, Lyttek (46. Mambasa), Heinen, Rehmes, Lühr (79. Avanzato), Kanahashi, S. Terada.