1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Lokalsport

Viele Absagen und ein Lichtblick im Wuppertaler Tennisjahr

Tennis : Viele Absagen und ein Lichtblick im Tennisjahr

Die Mitgliederzahlen im Tennis-Bezirk sind trotz Corona gestiegen.

„Auf ein deprimierendes Jahr blickt der Vorstand des Tennisbezirks 4 (Bergisch Land) zurück“, so Bezirkssportwart und Wettspielleiter Jürgen Liesert, der sich erinnert: „Begonnen hatte es im Februar noch recht hoffnungsvoll. Da haben wir vom Vorstand uns mit rund 80 Vereinsvertretern in Velbert getroffen. Wir haben uns auf ein ganz normales Tennisjahr gefreut“, so Liesert. „Im Hintergrund wussten wir von ersten Corona-Erkrankungen in Deutschland, haben aber nicht geglaubt, dass sich die schon im März zu einer Pandemie auswachsen würden“, berichtet der 2. Vorsitzende des Tennis-Bezirks, Wolfgang Luchtenberg. „Wir haben dann die Winter-Hallenrunde abgebrochen, mit der Konsequenz, dass es nur Aufsteiger, aber keine Absteiger geben würde.“

Das hatte natürlich auch Auswirkungen auf den Spielbetrieb 20/21, zu dem man kurzfristig erfahren habe, dass auch im Dezember die Bälle ruhen mussten. „Auch die Bergischen Meisterschaften, die im Rahmen des 100. Vereinsgeburtstags beim TC Gold-Weiss an der Hatzfelder Straße stattfinden sollten, mussten abgesagt werden, zumal auch die Ausübung aller Sportarten untersagt worden war“, führt Sportwart Jürgen Liesert weiter aus. „Wir haben dem Jubilar jedoch zugesagt, dass die Bergischen Meisterschaften 2021 bei den Gold-Weißen stattfinden sollen.“

Auch auf die Medenspiele der Sommersaison hatte das Virus seine negativen Auswirkungen, denn der Wettbewerb konnte erst nach den Sommerferien fortgesetzt werden. Von der Möglichkeit, Teams ohne Beeinträchtigung zurückzuziehen, machten etwa 50 Mannschaften, meist aus dem älteren Jahrgangsbereich, Gebrauch. „Im Jugendbereich zogen nur neun Prozent der Mannschaften ihre Meldung zurück“, berichtet Bezirksjugendwart Rainer Babik. Die Bezirksmeisterschaften der Jugend im Sommer und auch im Winter mussten allerdings abgesagt werden, ebenso wie die Kreismeisterschaften im vergangenen Mai.

Enttäuschend für den Bezirk, dass angesichts der rapide angestiegenen Infektionszahlen auch die akribisch vorbereiteten Bergischen Hallenmeisterschaften ausgefallen sind. „Da die Hallenbetreiber sich ausgesprochen generös zeigten, ist dem Bezirk zum Glück kein finanzieller Schaden entstanden“, lobt der Bezirksvorsitzende Udo Dabringhausen.

Ein weiterer Lichtblick ist die Tatsache, dass die Mitgliederzahlen im Bezirk erstmals wieder angestiegen sind. „Das macht uns Hoffnung für 2021“, ist die frühe Neujahrsbotschaft für den Tennissport von Udo Dabringhausen, Wolfgang Luchtenberg, Rosi Warlich, Jürgen Liesert und Rainer Babik.