Basketball: Versöhnlicher Abschied der BTV-Damen

Basketball : Versöhnlicher Abschied der BTV-Damen

Das Ziel der BTV-Basketballerinnen für die kommende Saison lautet Wiederaufstieg. Die Südwest-Herren siegen beim Meister und stehen schon als Vize fest. Die BTV-Herren wahren trotz zertrümmertem Korb die Chance auf Platz drei.

Damen-Regionalliga, Barmer TV - Dragons Rhöndorf 67:73 (30:39). „Wenn wir immer so gespielt hätten, wäre der Abstieg nicht nötig gewesen“, da war man sich nach der knappen Niederlage gegen den Tabellenzweiten und einer verkorksten Saison einig. Die beendete Franziska Goessmann mit einem gelungenen Dreier-Versuch in letzter Sekunde. Sie soll auch das Herz der Mannschaft werden, die in der kommenden Saison um den Wiederaufstieg mitspielen will. Darauf hatte man sich bereits mit der Abteilungsleitung verständigt und versprochen, dass der Kern der Mannschaft zusammen bleibt. Gesucht wird in jedem Falle ein neuer Trainer. Dragan Ciric verabschiedet sich in Richtung Neuss, wo er die Mädchen in der Nachwuchsbundesliga übernehmen soll. Ciric: „Schade, wir haben unsere schlechten Spiele ausgerechnet gegen die Gegner gemacht, die wir hätten schlagen müssen. Nach der Niederlagenserie war es dann sehr schwer, die Mannschaft zu motivieren.“ Als Abschiedsgeschenk erhielt er von der Mannschaft mit feiner Ironie ein T-Shirt mit der Aufschrift „I train Superballers - normally (ich trainiere Superspielerinnen - normalerweise), während sie sich selbst Hemden mit „uncoachable“ (untrainierbar) überstreiften. Ein Abschied war es für Top-Aufbauspielerin Hannah Wischnitzki, für die ihre vierjährige Zeit beim BTV trotz Rückschlägen (ein Jahr Pause nach Kreuzbandriss, stand in diesem Jahr wegen Weltreise kaum zur Verfügung) keine verlorene war, wie sie betonte. „Ich habe hier viele Freunde gefunden, deshalb fühlt es sich nicht wie ein Abschied an“, sagte die 25-Jährige. Sie beginnt nun in Mönchengladbach ein Referendariat, da wäre der Fahrtaufwand nach Wuppertal zu groß. gh
BTV: Wischnitzki (8), Rose (3), Cabadakis (4), Diesterhoff, Arnold (13), Eicker, Schäfer (6), Baumgartner (11), Minjoli, Goessmann (22).  
Viertel: 17:17, 13:22, 12:16, 25:18.

2. Regionalliga-Herren, TSV Bayer Leverkusen II - Südwest Baskets 75:83. Mit dem Auswärtssieg beim Meister machten die Baskets vorzeitig die Vizemeisterschaft klar. „Das ist ein tolles Ergebnis. Seit unserer Gründung 2013 die beste Platzierung“, sagte Südwest-Trainer Sven Tomanek. Auch ohne Manuel Keßen (Leistenverletzung) spielten die Baskets von Beginn an auf Augenhöhe. Doch wegen zu vieler Einzelaktionen und einer schlechten Freiwurfquote gingen die Wuppertaler mit einem knappen Rückstand in die Pause. „Da ist es dann auch etwas lauter geworden, denn wir wollten dieses Spiel unbedingt holen“, berichtete Tomanek. Entschlossen starteten die Baskets die zweite Hälfte und gingen dank Center Brahim Azzouz mit 43:42 in Führung (26.). Besonders in der Verteidigung zeigte Südwest im dritten Viertel eine Spitzenleistung. Rund um Brahim Azzouz dominierten die Baskets die Zone. Das lag auch daran, dass der Gastgeber nicht auf Spieler der ersten Mannschaft zurückgreifen konnten. Mit einem 11:0-Run im vierten Viertel zogen die Wuppertaler innerhalb von drei Minuten von 57:57 auf 68:57 davon. Zum Saisonabschluss am kommenden Samstag gegen Essen (20 Uhr, Blutfinke) planen die Baskets einige Überraschungen für die Zuschauer sowie ein Catering. pdk

Südwest: Lovric (11), Urspruch (9), Lehnen (3), Kreutzer, Prahm (5), Zraychenko (18), Schroeder, Marcus M., Marcus F. (4), Azzouz (28), Ekong (5).

Viertel: 14:10, 21:21, 14:19, 26:33.
Barmer TV - SC Bayer Uerdingen 83:68.
Nach dem Heimsieg gegen den Absteiger aus Uerdingen ist für die BTV-Herren Platz drei am letzten Spieltag noch möglich. „Wir haben als Mannschaft gut durchgewechselt, ziemlich ausgeglichen gepunktet und eine gute Teamleistung gezeigt“, fasste BTV-Center Daniel Walter zusammen. Die Barmer  waren konzentriert, unterschätzen das Schlusslicht nicht und lagen zur Pause zweistellig vorne. Beim Aufwärmen zum zweiten Durchgang zerstörte Justin Vaitkus aber mit einem Dunk den eigenen Korb. „Der hing schief und musste ausgetauscht werden. Danach fühlte es sich nicht mehr wie ein Heimspiel für uns an“, erklärte Walter. Die Bälle sprangen auf einmal anders weg und die Gäste kamen auf 46:49 (26.) heran. Doch die Wuppertaler fingen sich wieder und zogen vorentscheidend auf 76:56 (34.) davon. „In der Defensive haben wir das sehr gut gemacht und offensiv wurden wir von Björn Klaas angeführt“, sagte Daniel Walter. Für BTV-Kapitän und Topscorer Klaas war es eventuell das letzte Heimspiel, da er sich in Zukunft mehr Zeit für seine Familie nehmen möchte. Im finalen Saisonspiel gastiert der BTV am Freitag in Köln. pdk
BTV: Tünneßen (4), Saou (13), Walter (13), Vaitkus (8), Borkenhagen (9), Aeraki (10), Duhr, Neitzel (8), Dahlhaus (4), Klaas (14). 
Viertel: 18:15, 26:19, 16:16, 23:18.

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