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Veranstalter sagen Wuppertaler Uni-Hallen-Turnier für 2021 schon ab

Hallenfußball : Uni-Halle: Veranstalter sagen Turnier für 2021 schon ab

Die Fußball-Statdmeisterschaften im Januar fallen mit Hinweis auf die unsichere Lage aufgrund von Corona aus.

Im Fußball lebt die Hoffnung, im September wieder in den Ligabetrieb einsteigen zu können, auch wenn es noch einige Fragezeichen zu Staffeleinteilung und Durchführung unter Coronaschutzbedingungen gibt. Bei einer Traditionsveranstaltung im Wuppertaler Fußball haben die Verantwortlichen dagegen am Dienstag die Bremse getreten. Die Wuppertaler Stadtmeisterschaften in die Uni-Halle, seit mehr als drei Jahrzehnten stets am ersten oder zweiten Januarwochenende in der Uni-Halle terminiert, werden 2021 nicht stattfinden. Darauf haben sich Veranstalter FSV Vohwinkel, der SV Bayer, der zuletzt das Kreisliga-Qualifikationsturnier ausgerichtet hatte, der Fußballkreis als Ausrichter und das Sportamt einmütig verständigt.

Entscheidung fiel schwer,
war aber einmütig

„Die Entscheidung ist uns allen schwer gefallen, aber es gab letztlich keine andere Möglichkeit. Wir hätten jetzt in die konkreten Planungen einsteigen müssen, doch noch weiß keiner, was in den nächsten Monaten in Bezug auf Corona noch geschieht“, sagt Uwe Meurer vom FSV Vohwinkel. Nun hoffe man, 2022 die 34. Auflage des Traditionsturniers in gewohntem Rahmen steigen lassen zu können. Für dieses Mal seien die zu erwartenden Hygieneschutzauflagen einfach zu hoch gewesen. „Und wir haben keine Zeit, mit den Planungen bis Oktober oder November abzuwarten, bis sich vielleicht weiteres geklärt hat. Um Sponsoren, Kunstrasen, Bande und Security müssten wir uns jetzt kümmern“, ergänzt Meurer.

„Das aktuelle Verbot von Großveranstaltungen gilt bis zum 31. Oktober, und keiner weiß, was danach ist. Da ist das wirtschaftliche Risiko einfach zu groß“, so Stefan Langerfeld, Vorsitzender des Fußballkreises. Man wolle auch in keinster Weise Zuschauer oder Spieler gefährden. Eine mögliche Verlegung in den März oder April sei nur kurz diskutiert worden, doch da der Meisterschaftsspielplan sehr eng werden dürfte, zumal ja noch gar nicht klar sei, ob im September wirklich gestartet werden könne, habe man das schnell verworfen. In der heißen Phase der Meisterschaft bestehe zudem die Gefahr, dass Vereine ihre Topspieler gar nicht in die Halle schicken würden.

Schwierige Sponsorensuche
für alle Vereine

„Für alle Vereine, nicht nur für den WSV, ist die Situation derzeit sehr schwierig, gerade auch, was das Sponsorenthema angeht. Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass in diesen Zeiten das Geld bei den Firmen verständlicherweise nicht so locker sitzt. Da hat es sich für mich verboten, sie jetzt auch noch auf eine Unterstützung für die Uni-Halle anzusprechen“, so Uwe Meurer.

Auch mit Zuschauereinnahmen kann man vorerst kaum kalkulieren. Dass man, wie in den Vorjahren 1500 bis 2000 Zuschauer in die Uni-Halle lassen könnte, scheint derzeit ausgeschlossen, wenn selbst für das normal 20 000 Zuschauer fassende Stadion am Zoo nach jetzigem Stand theoretisch nur 800 Zuschauer möglich wären.

„Ich kann doch derzeit jedem Veranstalter nicht mit gutem Gewissen sagen, zieh das durch. Die Absage ist eine Vernunftsentscheidung“, sagt Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski, die an der Uni-Hallen-Besprechung am Dienstag für die Stadt teilgenommen hatte.

„Es ist sehr, sehr schade, dass die Meisterschaften nicht stattfinden werden, das Uni-Hallenturnier ist in jedem Jahr ein absolutes Highlight im Wuppertaler Fußballwinter“, kommentierte Daniel Meike, Sportlicher Leiter von Vorjahressieger TSV Ronsdorf die Absage. Er äußerte aber gleichzeitig Verständnis für die Entscheidung. „Sie ist absolut nachvollziehbar und momentan wohl alternativlos.“