Fußball-Kreisliga Union Wuppertal kritisiert Schiedsrichter-Ansetzung scharf

Wuppertal · Aufstiegsaspirant kassiert in Sonnborn in letzter Minute den Ausgleich nach einem umstrittenen Freistoß. Schiedsrichter der Partie ist Spieler von Aufstiegskonkurrent Türkgücü Velbert.

 Die Ansetzung des Schiedsrichters beim Spiel gegen Sonnborn, erzürnte Union-Trainer Ünsal Bayzit.

Die Ansetzung des Schiedsrichters beim Spiel gegen Sonnborn, erzürnte Union-Trainer Ünsal Bayzit.

Foto: Otto Krschak/OTTO KRSCHAK

SC Sonnborn - TSV Union 1:1 (0:0). In einem Kreisliga-Spiel auf spielerisch gutem Niveau erzielte Dominik Feix kurz vor Schluss (89.) den umjubelten Ausgleich für die Sonnborner, die mit dem Remis aus Sicht ihres Co-Trainers Mirco Cesari gut leben konnten. Semi Molla (65.) hatte zuvor das Team von Trainer Ünsal Bayzit in Führung gebracht. Der Spielausgang selbst war nach dem Schlusspfiff jedoch nur eine Randnotiz in einer Partie, in der vor allem die Ansetzung des Unparteiischen bei den Gästen vom Hardenberg für Unmut und Unverständnis gesorgt hatte, wie der sonst so besonnene Ünsal Bayzit unserer Redaktion gegenüber zu Protokoll gab: „Der Schiedsrichter ist gleichzeitig Spieler bei der zweiten Mannschaft von Türkgücü Velbert, die bekanntermaßen einer unsere Konkurrenten im Aufstiegskampf sind. Er hatte uns schon einmal in der Hinrunde gepfiffen – bereits dort hatten wir sehr schlechte Erfahrungen mit ihm gemacht und hatten den Kreis deshalb im Vorfeld des heutigen Spiels per Mail darum gebeten, einen anderen Schiedsrichter anzusetzen." Nach Aussage von Bayzit hielt der Kreis jedoch an der Ansetzung fest, obwohl besagter Unparteiischer auch noch im Dezember für die erste Mannschaft von Türkgücü Velbert im Kreispokalspiel gegen den SSV Sudberg zum Einsatz gekommen war.