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TVB Wuppertal spielt in Waiblingen nur 50 MInuten auf Augenhöhe

Handball : TVB nur 50 Minuten auf Augenhöhe

Das 27:31 beim starken VfL Waiblingen bedeutet für die Zweitliga-Handballerinnen die vierte Niederlage im vierten Spiel. In der zweiten Halbzeit lagen sie nach einem beherzten Auftritt zeitweise sogar in Führung, doch am Ende spielten die Nerven nicht mit.

Wieder traten die Zweitliga-Handballerinnen des TVB Wuppertal am Samstag beim VfL Waiblingen ihrem Gegner auf Augenhöhe entgegen und wieder standen sie nach der 27:31 (14:17)-Niederlage mit leeren Händen da, bleiben auch nach vier Spielen noch ohne Zählbares. Dabei hatte die Mannschaft von Dominik Schlechter wenigstens einen Punkt verdient gehabt, scheiterte aber in der entscheidenden Phase des Spiels, der sogenannten Crunchtime, zumeist an sich selbst. Denn nach unglücklichem Start kämpften sich die Wuppertaler Handballgirls wie schon gegen Zwickau in die Partie rein. Nach 14:17-Rückstand zur Pause drehten Michelle Stefes und ihre Mitspielerinnen die Partie beim 19:18 sogar um. Wenn sie in dieser Phase keine Nerven gezeigt und die Chancen zum 20:18 genutzt hätten, wäre sicherlich ein anderer Spielverlauf möglich gewesen. Doch hier machte sich die Unerfahrenheit der Gäste oder eben die Routine der Waiblinger bemerkbar.

Stattdessen gerieten die Wuppertalerinnen mit 20:23 ins Hintertreffen. „Wenn man mir vor drei Wochen die Ergebnisse gegen Zwickau und Waiblingen angeboten hätte, hätte ich sie genommen. Aber nach den Spielen tun mir die Mädels leid, weil sie in beiden Spielen mindestens eine Punkteteilung verdient hätten“, sagte Schlechter, der seine Mannschaft wieder etwas weiter als zuletzt sah. „Ich weiß, dass am Ende auch mal die Ergebnisse kommen müssen. Aber wir können wirklich nicht sagen, dass wir von der Entwicklung her unzufrieden sind“, sieht Schlechter sein Team auf einem guten Weg.

„Wir haben wieder 50 Minuten auf Augenhöhe gespielt. Das Ergebnis spiegelt nicht die ausgeglichenen Kräfteverhältnisse des Spiels wider“, sagte TVB-Abteilungsleiter Stefan Müller, der davon überzeugt ist, dass die Handballgirls sich bald auch mit Punkten belohnen. Tatsächlich zeigt die TVB-Truppe die nötige Körpersprache um in der Liga mitzuhalten. Doch zu den Emotionen die die siebenfache Torschützin Hanna Wagner und ihre Mitspielerinnen zeigen, müssen auch Cleverness und Abgeklärtheit kommen. Hier war Waiblingen die Mannschaft, die mit der Drucksituation besser zurechtkam.

„In den kommenden drei Wochen haben wir jetzt genügend Zeit, weiter an uns zu arbeiten“, sagt Schlechter, der mit seinem Team danach an den Punkten nicht nur schnuppern, sondern diese auch holen will. Am 17. Oktober zu Hause gegen Nord Harrislee (2:4-Punkte) sind sie dann schon fast Pflicht.

TVB: Centini, Grewe – Schmitz, Ruthenbeck (9/7), Wagner (7), Kürten (2), Stefes (3), Matavs (3), Bratzke, Bergmann (3), Stens, Weisz, Havel, Krogh (n.e)