Handball-Regionalliga TVB Wuppertal feiert ein würdiges Saisonfinale

Wuppertal · Souverän mit 28:23 gewinnen die Wuppertaler Handballerinnen ihr letztes Saisonspiel und untermauern ihren dritten Platz. Danach stehen die Abschiede von Jennifer Jörgens-Taddey, Sandra Münch und Annika Hergarten im Mittelpunkt. Ein großer Verlust.

Gruppenbild mit drei scheidenden Damen: Regionalligist TVB Wuppertal nach einer Saison, die auf einem guten dritten Platz beendet wurde.

Gruppenbild mit drei scheidenden Damen: Regionalligist TVB Wuppertal nach einer Saison, die auf einem guten dritten Platz beendet wurde.

Foto: Otto Krschak

Nach dem Abpfiff im Heimspiel des TVB Wuppertal geriet sogar der 28:23 (16:11)-Sieg gegen den TSV Bonn, mit dem die Wuppertaler Handballgirls den dritten Platz der Regionalliga-Abschlusstabelle untermauerten, zur Nebensache. Schließlich war die Geschichte des Spiels, in das die Hausherrinnen mit einem 6:1-Lauf ideal starteten, in dem sie souverän weitermachten, bei dem alle Spielerinnen zum Einsatz kamen und fast alle trafen, schnell erzählt. Doch danach stand die Verabschiedung von Annika Hergarten, Jennifer Jörgens-Taddey und Sandra Münch auf dem Programm. Sie bleiben neben Rieke Rosner, die im Februar nach Recklinghausen wechselte, die einzigen Abgänge im Kader der Cheftrainerin Nicole Münch, die auch in der kommenden Saison auf der TVB-Bank sitzt. „Jenny“ Jörgens-Taddey und Sandra Münch werden den Fans und den TVB-Verantwortlichen nicht nur sportlich, sondern auch auf ihrer wunderbaren menschlichen Art fehlen. Eine Lücke, die kaum zu kompensieren sein dürfte. Das machte sich in der wieder gut gefüllten Halle Buschenburg bei der Verabschiedung der Routiniers bemerkbar. Gerade Sandra „Sunny“ Münch, die vor Kurzem für Ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Verein geehrt wurde, ist im Club besonders verwurzelt. Auch im Wissen, dass sie der Mannschaft sicher noch behilflich sein könnte, möchte die jüngere Schwester der Cheftrainerin unter ihre aktive Karriere einen Schlussstrich ziehen. „Es waren immer tolle Erlebnisse. Wunderbare Jahre. Auch die letzten zwei, in denen ich nach der schweren Verletzung wieder gut zurückkommen konnte. Jetzt reicht es. Ich möchte jetzt bei meiner Freizeitplanung nicht immer auf den Trainings- und Spielplan schauen müssen“, sagte die 33-Jährige. Der Zeitfaktor ist auch bei Jennifer Jörgens-Taddey der Grund, der sie zum Aufhören bewegt. Die Kinderphysiotherapeutin hatte deshalb schon einmal vor ihrer TV-Zeit die Handball Schuhe an den Nagel gehängt, sich aber von Sandra Münch überreden lassen, noch einmal zurückzukommen, um mit ihr auf der Platte zu stehen. „Das war auch der Grund, warum ich überhaupt wieder angefangen hatte“, sprach die 30-jährige Torschützenkönigin der Liga (275 Tore) offen darüber, was sie antrieb. Dennoch sei ihr die Mannschaft ans Herz gewachsen. Mit seiner gewohnt wertschätzen Ansprache berührte Vereins-Chef Norbert Koch nicht wenige Zuschauer und Spielerinnen, bei denen Tränen in den Augen unübersehbar waren. „Jetzt freuen wir uns noch auf einige Trainingseinheiten und die kurze Pause. Danach wollen wir gut durchstarten“, sagte Nicole Münch, die sich über einen tollen Mannschaftsabend freute.

TVB: Hergarten, Küpper – Becker (2), Lünenschloss (1), Stock (6), Demmig (3), Wittenbruch, Illigen (3), S. Münch (1/1), Apelt (1), Jörgens-Taddey (6/2), Sander (2), Ostermann (2), Slusarczyk (1)

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