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TVB Wuppertal bricht nach guter erster Hälfte in Nürtingen noch ein

Handball : TVB Wuppertal bricht nach guter erster Hälfte in Nürtingen noch ein

Handball-Zweitligist unterliegt im Süden mit 21:31 (13:14) und steht wieder auf einem Abstiegsplatz.

Ein unerklärlicher Leistungsabfall im zweiten Durchgang hat den Handball-Frauen des Zweitligisten TVB Wuppertal am Sonntag eine bittere 21:31-Niederlage bei der TG Nürtingen beschert. Dabei hatte es nach den ersten 30 Minuten und dem knappen 13:14-Rückstand durchaus so ausgesehen, als ob die Handballgirls mit etwas Zählbarem den weiten Rückweg nach Wuppertal würden antreten können. „So schnell kann ich gar keine Analyse erstellen, nachdem, was im zweiten Durchgang passiert ist“,  sagte TVB-Abteilungsleiter Stefan Müller, der einen kollektiven Leistungsabfall seines Teams beobachtete. Auch der Coach der Langerfelder, Dominik Schlechter, wollte nichts schönreden. „Im zweiten Durchgang haben wir das Niveau nicht gehalten und uns als Opfer präsentiert“, sagte der 30-Jährige. Allerdings wäre es Schlechter „zu reißerisch“, wenn er sagen müsse, er sei von seinen Mädels enttäuscht. „Vielmehr bin ich von unserer Leistung enttäuscht und darüber, wie wir uns ergeben haben. In den bisherigen Spielen hatten wir es geschafft, uns so zu präsentieren, dass wir mit unserer Leistung zufrieden sein konnten. Das können wir heute halt nicht sagen. Das ist schade“, sagte der TVB-Verantwortliche.

Da Anna Lena Bergmann und ihre Mitspielerinnen die Räume um die beiden Topspielerinnen Katarina Pandza und Laetitia Quist zunächst hatten gut schließen können, waren die Gäste  zwischenzeitlich sogar mal mit 10:8 in Führung gegangen. Die Gastgeberinnen spielten selbst zu unruhig und erlaubten sich viele Fehler. Mit etwas besserer Trefferquote wäre sogar eine Halbzeitführung für den TVB drin gewesen.

Aber auch der knappe Rückstand ließ die heimischen Fans vor dem Liveticker der Frauen-Bundesliga (HBF) noch zuversichtlich sein. Diese Hoffnung zerschlug sich nach dem Wiederbeginn allerdings recht schnell. Schon nach sieben Minuten sah sich Schlechter gezwungen, eine Auszeit zu nehmen und seine Mannschaft wachzurütteln. Da stand es bereits 15:20. Weitere fünf Minuten später war der Abstand mit 15:25 zweistellig geworden. „Wir haben unser Tempospiel überhaupt nicht genutzt. Das Positionsspiel, in dem wir im ersten Durchgang gefährlich waren, war völlig weg. Wir spielten immer wieder in die Breite“, berichtet Schlechter über das andere Spiel, das seine Mannschaft im zweiten Abschnitt zeigte. Zudem wären einige Würfe genommen worden, die man so einfach nicht nehmen könne. „Manche haben sich im großen Innenblock aufgerieben“, ergänzt Stefan Müller die Ausführungen seines Trainers. Natürlich hätte Schlechter seiner jungen Truppe diese Erfahrung gern erspart. Nun sei es aber spannend zu sehen, wie die Mannschaft damit umgehe. So verspricht sich Wuppertals Bochumer Trainer eine Reaktion. Das habe er der Mannschaft nach dem Spiel auch so mitgegeben.  Die wird sie am kommenden Samstag gegen den punktgleichen HC Rödertal brauchen. Beide Teams stehen auf einem Abstiegsplatz.