TVB verschenkt einen Punkt

TVB verschenkt einen Punkt

Neuling Beyeröhde gibt 26:19-Führung gegen Rosengarten noch aus der Hand.

Wuppertal. Bis zur 42. Minute war es ein Einstand nach Maß, denn zu diesem Zeitpunkt führte der Aufsteiger TV Beyeröhde in der Buschenburg bei seiner Zweitliga-Premiere mit sieben Treffern, nämlich 26:19. Doch das Spiel dauerte 60 Minuten — und am Ende hieß es gegen die SGH Rosengarten-Bucholz 33:33 (19:14). Kein Wunder, dass man trotz der teilweise dramatischen, ungemein spannenden Partie auf den Rängen enttäuscht war.

„Das war wie vor einer Woche bei der Pokalniederlage in Mainz. Wir haben völlig den Faden verloren, technische Fehler gemacht, sind bei Gegenstößen nicht mit zurückgekommen, immer wieder auf die gleichen gegnerischen Spielzüge hereingefallen und haben unsere Chancen nicht genutzt,“ listete Trainerin Meike Neitsch die Mängel gnadenlos auf und war restlos bedient. „Diesen Punkt haben wir verschenkt.“

Dabei hatte sie es schon bei Halbzeit geahnt, als ihr alle wegen des 19:15 anerkennend auf die Schulter klopften. „Es kommen noch 30 Minuten“, blieb Neitsch vorsichtig. Anlass zu Pessimismus bestand zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht: Bernadett Steller reagierte im Tor großartig, die harte, aber relativ offene Deckung der SGH wurde mit schnellem Kombinationsspiel clever geknackt, und die vorgezogene Abwehrspielerin Sabine Nückel ahnte die Angriffe der Gegnerinnen im Voraus, fing sie ab und leitete eigene Angriffe ein. Dazu hatte der TVB mit Sandra Münch (zwölf Treffer) eine sichere Schützin, die alle acht Siebenmeter nervenstark verwandelte. Was sollte da noch passieren?

Doch es geschah. Tat man die Aufholjagd der Norddeutschen anfangs gelassen ab und packte in der Abwehr nicht mehr wie vorher zu, so setzte man dann dem wachsenden Elan der „Rosengärtnerinnen“ zu wenig entgegen und hatte zudem Pech mit diversen Würfen an Pfosten und Latte.

Beinahe hätte die SGH, die die letzten zwei Minuten in Unterzahl bestreiten musste, sogar beide Punkte entführt, doch dem Treffer der wuchtigen Sabine Heusdens kurz vor dem Abpfiff wurde zum Glück für den TVB die Anerkennung versagt. So wurde die Premiere wenigstens nicht zu einem totalen Reinfall.