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TVB steht diesmal als Favorit unter Druck

Handball : TVB steht diesmal als Favorit unter Druck

Gelingt in Freiburg der nächste große Schritt zum Klassenerhalt?

Bei den Verantwortlichen des Handball-Zweitligisten TVB Wuppertal herrscht eine einhellige Meinung: Die Begegnung am morgigen Samstag bei der  HSG Freiburg (20 Uhr) wird keine einfache. „Es ist sicherlich das schwierigste Spiel der letzten Wochen“, sagt Sportdirektor Dieter Trippen. Auch Trainer Dominik Schlechter erwartet beim Tabellenletzten ein ganz hartes Stück Arbeit, das auf seine Handballgirls zukommt. „Auch, weil Freiburg eine sehr gut spielende Mannschaft hat, die man bei dem Tabellenstand so nicht erwarten würde“, sagt Schlechter,  bescheinigt den Freiburgerinnen zudem eine tolle Moral. Dass seine Mannschaft nach zuletzt  7:1-Punkten erstmals als Favorit ins Spiel geht, sieht der 30-jährige nicht als Nachteil. „Ich schätze meine Mannschaft charakterlich so ein, dass wir wissen, dass wir keine Mannschaft unterschätzen dürfen. Zumindest habe ich unter der Woche nicht erlebt, dass die Spannung im Team nachgelassen hätte“, sagt Schlechter. Schließlich wisse die Mannschaft, dass sie das das große Ziel Klassenerhalt noch nicht erreicht hat.

Diesem würden die Langerfelderinnen mit einem Sieg allerdings einen weiteren Schritt näherkommen, könnten eventuell den Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz auf vier Punkte vergrößern,  bei dann nur noch drei Spielen. Schlechter: „Wir sind in den letzten Wochen sehr gut damit gefahren, uns einfach auf den kommenden Gegner konzentriert haben.“ Die Freiburger Red Sparrows hätten zwar nach dem Weggang von Natascha Buhl im November zum Bundesligisten Oldenburg  an Ausdauer verloren, ihren Kampfwillen aber auch nach 5:41-Punkten nicht eingebüßt. Auch bei den jüngsten Niederlagen wie gegen Berlin (20:25), Leipzig (22:29) und Herrenberg (26:28) hätten sie lange gut mitgehalten. Allerdings versagten dann die Nerven auswärts gegen die  SG Kirchhof so sehr, dass mit der 25:31-Niederlage wohl die letzte Hoffnung auf den Klassenerhalt begraben werden musste. Weil Freiburg nun aber befreit aufspielen kann, muss beim TVB vor allem das Packet Abwehr/Torhüterleistung wieder stimmen. In der Rückrundentabelle ist man aktuell mit 7:7-Zählern Achter, könnte mit einem weiteren Erfolg gar am Bergischen Nachbarn Solingen-Gräfrath (8:8) vorbeiziehen. Den Verantwortlichen wäre der Klassenerhalt allerdings sicher wichtiger als derlei Vergleiche. e.ö.