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TSV Ronsdorf fehlen nur Sekunden zur Überraschung

Kreispokal : TSV Ronsdorf fehlen nur Sekunden zur Überraschung

In einem packenden Finale um den Fußball-Kreispokal der Herren musste sich Bezirksligist TSV Ronsdorf erst nach Elfmeterschießen Oberliga-Aufsteiger TVD Velbert mit 5:3 (3:3, 2:2) geschlagen geben. Bei den Damen besiegte Favorit Jägerhaus Linde den klassentieferen TSV Fortuna mit 4:1.

„Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Sie hat ein tolles Spiel gemacht. Uns fehlten nur Sekunden zur Überraschung“, sagte Ronsdorfs Trainer Daniele Varveri am Himmelfahrtstag etwas traurig nach 120 unterhaltsamen Pokalminuten plus Elfmeterschießen im Höfen. Seine Zebras hatten den Favoriten TVD Velbert am Rande einer Niederlage, führten bis in die Nachspielzeit hinein mit 2:1, ehe der Landesliga-Meister praktisch nach der letzten Flanke per Kopf noch zum Ausgleich kam. In der Verlängerng steckten die Ronsdorfer diesen Schock und sogar einen Rückstand weg und kamen durch ein Eigentor von Velberts Abwehrmann Mike Bleckmann noch einmal zum Ausgleich.

Im Elfmeterschießen war Ronsdorfs Sven von der Horst dann der Pechvogel, Velberts Keeper parierte seinen Schuss. Alle Velberter Schützen ließen TSV-Torwart Justin Knackmus dagegen keine Chance, und als Velberts Jeffrey Tumanan den fünften Elfmeter verwandelt hatte, rannten seine Mitspieler jubelnd auf ihn zu - 5:3! Aus! Große Freude bei TVD.

Die sicher rund 300 Zuschauer waren sich einig, dass Bezirksligist Ronsdorf keinesfalls die schlechtere Mannschaft gewesen war. In der ersten Halbzeit war es ein Duell auf Augenhöhe, das Velberts Superdribbler Hayrullah Alici bereits nach fünf Minuten mit dem 1:0 eingeleitete hatte. Absolut sehenswert dann der Ausgleich durch Steven Winterfeld. Der erst 20 Jahre alte Ronsdorfer Außenstürmer, der nach der Saison zum TVD wechseln wird, nahm ein Flanke am zweiten Pfosten volley mit der Innenseite und versenkte den Ball im langen Eck (32.). Nicht seine einzge starke Szene. Im zweiten Durchgang war Ronsdorf sogar besser, hatte neben dem 2:1 durch Lukas Reinartz (74.) noch eine Superchance durch Winterfeld, der aber aus kurzer Distanz am Torwart scheiterte. Velbert hatte dagegen keine nennenswerten Aktionen nach vorne - bis eben die in die Nachspielzeit.

Dem TSV bleibt der Trost, eine Supervorbereitung auf die Aufstiegsrelegation zur Landesliga gehabt zu haben, die am nächsten Donnerstag beginnt. Bis dahin gilt es zu regenerieren. Trainer Varveri: „Durch Verletzungen und Urlaub hatten wir heute nur noch drei Mann auf der Bank. Einige mussten ungewohnte Positionen spielen, aber alle haben das super gemacht und alles gegeben.“ Ein Sonderlob hatte der Trainer für Anastasios Anastasiou übrig. Den hatte nach 75 Minuten der erste Krampf geplagt, doch er hielt die 120 Minuten durch.

Damen des TSV Fortuna machen es lange spannend

Vor ebenfalls rund 300 Zuschauern auf dem Sportplatz in Heckionghausen setzte sich der Frauen-Niederrheinligist SV Jägerhaus-Linde in einem spannenden Kreispokal-Finale letztlich deutlich mit 4:1 durch. Bis eine Viertelstunde vor Schluss hielt Landesligist TSV Fortuna die Partie beim Stand von 1:1 offen, dann gelang Linde ein Doppelschlag. Torschützinnen: 1:0 Angelika Blaszczok (23.), 1:1 Amelie Heinrichs (56.), 2:1 und 3:1 Sabrina Mütze (73. und 81.), 4:1 Saskia Reinshagen (90.+1).

(gh)