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Triathlon: Gegen Uhr und Wetter

Triathlon: Gegen Uhr und Wetter

Die vierte Auflage des Sparda Cross’ lockt mehr als 400 Sportler nach Küllenhahn.

Wuppertal. Peitschender Regen, windige Böen und Temperaturen im beinahe einstelligen Bereich — das bergische Wetter hatte kein Erbarmen mit mehr als 400 Sportlern, die am Sonntag den 4. Sparda Cross Triathlon bestritten. Rad- und Laufstrecke hatten sich binnen Minuten in Rutschbahnen verwandelt und den Wettkampf um die begehrten Trophäen, den Hammer in Gold, Silber und Bronze, zu einer Schlammschlacht werden lassen.

So gab es bereits in der ersten Startergruppe des Staffelwettbewerbs einen schweren Sturz in der Nähe der Teufelsbrücke. „Der Teilnehmer wurde nach kurzer Beratung per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht“, berichtete Cheforganisator Dieter „Didi“ Fickert am Rande der Veranstaltung. Im Bethesda Krankenhaus sei dann ein Knochenbruch festgestellt worden. Andere erreichten aufgrund von Reifenpannen das Ziel nicht, wie etwa der ehemalige WSV-Spieler Andreas Gensler.

Den Staffelwettbewerb gewannen, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen, Teams aus dem Tal. Die ersten Plätze im Wettbewerb um den Bergischen Hammer entschieden Vereinstriathleten aus Bonn und Aachen für sich.

Bei den Frauen überquerte die Wuppertalerin Stefanie Morgenroth als Zweite die Ziellinie und verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um sieben Minuten und drei Plätze. „Ein interner Sieg wäre aber auch schön gewesen“, sagte sie nach dem Wettkampf mit Hinblick auf das Duell, das sie sich mit ihrem Mann Ralf Morgenroth lieferte — und im Gegensatz zum vergangenen Jahr diesmal nicht für sich entscheiden konnte. „Natürlich gönne ich ihm den Sieg“, sagte sie versöhnlich.

Im Ziel angekommen, erwartete Morgenroth und ihre Konkurrenten Didi Fickert, der es sich nicht nehmen ließ, jedem Triathleten per Handschlag zum Zieleinlauf zu gratulieren — drei Stunden lang, im strömenden Regen: „Für mich gehört das dazu. Die Sportler strengen sich an und haben es verdient, mehr als nur eine Startnummer zu sein.“

Die Organisation des sportlichen Großereignisses durch den Tri-Club Wuppertal war erneut mustergültig bis ins kleinste Detail geplant und von mehr als 130 freiwilligen Helfern durchgeführt. Im Ziel wartete, neben Fickert, gar eine Physiotherapeutin auf die abgekämpften und durchgefrorenen Athleten.

Ein besonderer Erfolg für den Tri-Club: Mit Sandra Gahlmann und Tim Heinzemann standen gleich zwei Teilnehmer des sogenannten Rookie-Projekts (Triathlon-Einsteiger, die vom Tri-Club professionell auf ihren ersten Wettkampf vorbereitet wurden) auf dem Siegertreppchen und entschieden die Wertung des „Bergischen Hämmerchens“ für sich.