Spitzensportförderung: Top-Leistung aus Wuppertal mit bescheidenen Mitteln

Spitzensportförderung : Top-Leistung aus Wuppertal mit bescheidenen Mitteln

Sporttalk von Friedrich-Bayer-Realschule und der Sportstadt Wuppertal kommt sehr gut an.

Gelungener Auftakt zur neuen Reihe „Sport im Dialog“, die die Friedrich-Bayer-Realschule mit Hilfe des Spitzensportförderers Sportstadt Wuppertal ins Leben gerufen hat. Rund 120 Besucher pilgerten am Donnerstagabend in die Aula der NRW-Sportschule auf den Südhöhen, wo Sky-Moderator Marcus Lindemann illustre Gäste ans Mikrofon holte, die zeigten, dass Spitzensport in Wuppertal mehr als nur BHC-Handball (davon berichtete Gaststar Arnor Gunnarson) ist.

Und das trotz bescheidener Mittel, wie Thomas Ediger, Cheftrainer des Leichtathletik Zentrums Wuppertal verdeutlichte. Sieben NRW-Kaderathleten hat das LAZ, mit Tom Ediger, der sich auch persönlich vorstellte, gar einen Deutschen Jugendmeister im Hochsprung, allerdings nur einen Jahresetat von 25 000 Euro. Lindemanns Frage, ob bei solch einem Etat, der niedriger als bei fast jeder Fußball-Landesligamannschaft sei, kein Neid aufkomme, beantwortetet er mit „nein, schließlich sind wir erfolgreicher.“

Auf große Erfolge können auch KSG- und Kanu-Stützpunkttrainer Enno Aufdemkamp, Martin Schwarzwald, Übungsleiter der Zweitliga-Damen des TV Beyeröhde, und Ex-Schwimm-Bundestrainer Henning Lambertz zurückblicken. Zum Thema des Abends - wie können die jungen Talente ihre Bildung mit ihren Sportkarrieren und Erfolgen in Einklang bringen? - hatten sie, wie auch die leitende Regierungsschuldirektorin und Sportdezenentin Sybille Wallossek, einiges beizutragen.

Vom Lehn will
erneut zu Olympia

Fußballer und Handballer von FSV Vohwinkel und VSTV sowie Vertreter vieler von der Sportstadt Wuppertal unterstützter Vereine hörten auch interessiert zu, als mit Jasmin Wiertz (Eiskunstlauf) und Christian vom Lehn (Schwimmen) aktuelle und ehemalige Schüler der Friedrich-Bayer-Realschule ihre Ziele formulierten. Vom Lehn etwa will im kommenden Jahr noch einmal zu Olympia. „Der Talk zeigt, dass die Wirtschaft, Schule und Vereine zusammenbringt. Es gibt sicher noch Luft nach oben, damit wieder Spitzensportler aus Wuppertal bekannter werden“, sagte FBR-Lehrer und Wasserballer Tim Focke. Kollege Lambertz nannte ein Beispiel, wo das Zusammenspiel zwischen Verein und Schule besser werden könnte. „Wenn die Talente der SG Bayer statt um 6.30 Uhr beim Vereinstraining um 7.30 Uhr durch Tim oder mich unter Schulaufsicht trainieren dürften, könnten sie länger schlafen.“ e.ö.

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