Titans: Volleyball im Doppelpack für einen Preis

Titans: Volleyball im Doppelpack für einen Preis

Zweitligist vor Heimspielen gegen VT Kiel und TSV Giesen.

Wuppertal. Oh, du herrliche Volleyball-Welt. In die tauchte Georg Grozer am vergangenen Wochenende ein, als er sich in Polen das Pokal-Final-Four anschaute, in dem sein Sohn Georg eine tragende Rolle spielte und von allen Seiten Lob zugesprochen bekam — auch wenn es nicht für den Titel reichte. „Es hat riesig Spaß gemacht, dort zuzuschauen. Das war Volleyball auf hohem Niveau. Auch die Kulisse war klasse. Die Zuschauer waren so begeistert und fanatisch wie bei einem Fußballspiel“, sagt Grozer.

Ein paar Dezibel weniger werden es wohl am kommenden Wochenende in der Bayer-Halle sein, wenn die A!B!C Titans Bergisch Land zu einem Doppelpack einladen. Zunächst geht es gegen das Volleyball Team Kiel (Samstag 19.30 Uhr), dann kommt der Tabellenzweite TSV Giesen/48 Hildesheim (Sonntag, 16 Uhr). „Ich denke, dass ein bisschen Unterstützung der Mannschaft sehr gut tun würde. Dann wird der Gegner ein bisschen nervöser, weil er gegen eine geschlossene Einheit antritt. In Polen habe ich gesehen, dass dies viel für die kämpferische Einstellung und auch für die Selbstsicherheit einer Mannschaft bringt“, sagt Grozer.

Damit die Halle endlich einmal wieder voller wird, kooperieren die Titans auch erstmals mit dem WSV. Wer am Samstag zum Regionalliga-Spiel gegen Fortuna Köln ins Stadion geht (Beginn 14 Uhr), hat später mit der Eintrittskarte freien Einlass zu beiden Titans-Spielen. Wer an der Bayer-Halle ein Ticket löst, kann ebenfalls das zweite Spiel am Sonntag für „lau“ schauen.

Für Spannung ist jedenfalls gesorgt. Denn bei den Titans steht die Woche der Wahrheit an. Nach den beiden Heimspielen reisen die Wuppertaler eine Woche später zum aktuellen Spitzenreiter SVG Lüneburg. „Diese drei Spiele müssen wir unbedingt gewinnen, um weiter oben mitzumischen“, sagt Grozer.

Denn nur wenn die Wuppertaler ganz oben dabei sind, will der Verein auch die Rückkehr in die erste Bundesliga angehen. Nur mitschwimmen und dann aufgrund der klammen Finanzen der anderen Vereine den Sprung nach oben zu schaffen, ist nicht die Ausrichtung der Titans.

Handicap für Grozer ist dabei am Wochenende der mögliche Ausfall des Punktesammlers Nummer eins, Peter Lyck. Ihn plagen Rückenprobleme. Im Trainingsspiel gegen Solingen (3:2) testete Grozer deshalb einige Alternativen. Möglicherweise übernimmt Daniel Sikorski den Diagonalpart von Lyck, der nach Möglichkeit für das vermeintlich schwerere Spiel am Sonntag geschont werden soll.

„Aber auch Kiel hat sich gesteigert, die sind nicht zu unterschätzen“, sagt Grozer, der auch um den erkälteten Libero Julian Stuhlmann bangt. Für alle Fälle hat Grozer die Turnschuhe dabei und könnte sich selbst aufstellen oder einwechseln. Im Test gegen Solingen spielte er Libero.

Allein das wäre schon einen Besuch der Bayer-Halle am Wochenende wert: „Hammer-Schorsch“ mal wieder in Aktion.

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