Titans reif für die Überraschung?

Titans reif für die Überraschung?

Am Sonntag tritt der Bundesligist in Unterhaching an.

Wuppertal. Gute Spiele sind wichtig, aber noch wichtiger sind Siege. Ob es Volleyball-Bundesligist Wuppertal Titans ausgerechnet am kommenden Sonntag (16 Uhr) bei Generali Haching gelingt, zwei Punkte zu entführen?

In der Generali Sportarena hängen die Trauben gegen den Tabellenvierten für die Wuppertaler, die momentan auf einem Abstiegsplatz stehen, hoch. Zuletzt verloren die Hachinger auswärts mit 1:3 bei Bad Dürrenberg/Spergau. Hachings Trainer Mihai Paduretu sah es voraus: "Kein Team der Liga lässt sich nur mit 80 Prozent der eigenen Leistungsstärke besiegen."

Das hat auch der Moerser SC am vergangenen Samstag in der Bayer-Halle gespürt. Nur ganz knapp gewannen die Moerser in einer sehr guten Partie aus Wuppertaler Sicht mit 3:2 gegen die Titans. Titans-Manager Thorsten Westhoff sieht darin die Bestätigung, dass es "keine zwei Klassen in der Liga gibt. Wenn wir uns die Punkte anschauen, ist eine große Differenz zwischen der Ligaspitze und dem Mittelfeld erkennbar, bei den Spielen nicht. Die Liga ist ausgeglichener denn je."

Dennoch ist Unterhaching am Sonntag Favorit. Das Team steht nicht nur im DVV-Pokalfinale, sondern auch im Achtelfinale des Challenge-Cups, wo es am Donnerstagabend im Heimspiel auf Arkas Izmir (Ergebnis lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor) traf. Das Erfolgskonzept liegt in der Ausgeglichenheit der Mannschaft. Prominentester Spieler ist Marco Liefke, der vor der Saison aus Polen nach Bayern gewechselt war. Auch die Mittelblocker Max Günthör und Armin Dewes spielten zuletzt stark auf.

Die Titans werden mit einem "Minikader" nach Haching reisen. Julian Stuhlmann ist nicht dabei, er steht nur bei den Heimspielen zur Verfügung. Auf der Libero-Position spielt wieder Thilo Späth. Der gegen Moers eingesetzte Philipp Elsenpeter wird nicht mehr bei den Titans spielen (siehe Kasten). Lars Dinglinger wird nicht operiert, fällt aber weiter aus (Verengung der Nebenhöhlen). "Wir werden ein bisschen basteln müssen", sagt Trainer Jens Larsen. bac

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