1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Lokalsport

Tischtennis: „Sahnetage“ für den ASV

Tischtennis: „Sahnetage“ für den ASV

Nach zwei Siegen ist der Regionalligist wieder alleiniger Spitzenreiter.

Wuppertal. „Besser hätte es für uns nicht laufen können“, schwärmte ASV-Abteilungsleiter Herbert Mühlhausen nach dem 9:4-Erfolg beim SC Bayer Uerdingen und dem 9:0-Kantersieg gegen die TG Nieder-Roden. Damit eroberten die Barmer einen Spieltag vor Abschluss der Hinserie die alleinige Tabellenspitze in der Regionalliga zurück.

Das Spiel in Uerdingen begann mit einem Fehlstart. Schnell lag das Sextett mit 0:3 zurück, nachdem die ersten beiden Doppel verloren gingen und Bernd Ahrens gegen Robin Malessa unterlag. Michael Höhl und Tim Lindner leiteten aber mit einem 3:1 gegen Uran/Weinstein die Wende ein. Ein Arbeitssieg von Minh Tran Le gegen den verunsicherten Thomas Schettki und die zurzeit überragenden Konstantin Schröder und Tim Lindener brachten die erstmalige Führung.

Nicht absehbar, dass die Niederlage von Thorsten Wrobel gegen den starken Matthias Uran bereits der letzte Punkt der Uerdinger gewesen war. Denn Michael Höhl entzauberte anschließend das einstige große Talent Pavel Weinstein mit 3:0. Und Minh Tran Le war nach seinem schwachen Auftritt in Hamm nicht wiederzuerkennen.

Im Duell der Linkshänder ließ er Robin Malessa, der zum Toptrio der Liga gehört, nicht einen Satzgewinn. Da wollte Bernd Ahrens nicht nachstehen und tankte mit seinem Sieg über Schettki wieder Selbstvertrauen. Die Mitte mit Schröder und Lindner machte den Sack zum 9:4 zu.

Einen Tag später ungläubiges Kopfschütteln, als die Mannschaft aus Nieder-Roden an der Thorner Straße ankam. Nur vier Spieler waren angereist, davon noch ein Spieler aus der Kreisklasse. „So etwas haben wir in 20 Jahren Regionalliga noch nicht erlebt und das tut der dritthöchsten Liga in Deutschland und unserem Sport nicht gut“ sagte Mühlhausen.

Michael Höhl und Thorsten Wrobel konnten mangels gegnerischen Personals kein Einzel spielen, Wrobel nicht einmal ein Doppel.

Nicht viel besser erging es den gut 50 Zuschauern, denn nach einer Stunde war alles vorbei.