1. NRW
  2. Wuppertal
  3. Lokalsport

Tischtennis bleibt vorerst nur draußen möglich

Tischtennis : Tischtennis vorerst nur draußen

Wuppertaler Tischtennisteams sind in ihrer Trainingsplanung ausgebremst worden.

„Die Vorfreude, endlich mal alle wieder zu sehen, war schon riesig. Nun werden wir erstmal weiter unter freiem Himmel trainieren müssen. Wenigstens da spielt aktuell das Wetter mit“, beschreibt Patrick Seifert vom TTC Wuppertal die Situation bemüht optimistisch. Die Hallen für den Wuppertaler Vereinssport bleiben nun also doch bis auf weiteres geschlossen.

Am Freitag war für alle Vereine die völlig unerwartete Kehrtwende durch ein Schreiben der Landesregierung NRW gekommen. In einer Klarstellung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW hieß es: „Eine Nutzung schulischer Turnhallen durch die Vereine ist derzeit weiterhin nicht zulässig.“ Der Krisenstab der Stadt Wuppertal hat daher beschlossen, dass alle städtischen Turn- und Sporthallen bis auf Weiteres geschlossen bleiben.

Die ursprüngliche Info, dass ab dem 11. Mai für die Wuppertaler Tischtennis Clubs wieder die Möglichkeit bestehe, das Training aufzunehmen, hatte in der Tischtennis-Szene für Aufbruchstimmung gesorgt. Gleichzeitig setzten die Auflagen der Fachverbände die Verantwortlichen aber auch mächtig unter Druck. Die Auflagen des Tischtennis- Fachverbandes umfasst insgesamt 18 Punkte, wobei Vorgaben wie Desinfektionsmittel zu nutzen und Mindestabstand zu halten, mittlerweile ja schon zum Alltag gehören. Spontane Trainingsbesuche wären beispielsweise für Vereinsspieler nicht mehr möglich. Feste Trainingsgruppen sind Bedingung, um mögliche Infektionsketten nachhalten zu können. Duschräume und Umkleiden wären bis auf weiteres geschlossen gewesen, und jeder Spieler hätte nur mit seinem eigenen – gekennzeichneten - Ball spielen dürfen.

„Der TTC Wuppertal hatte letzte Woche eine mehrstündige Vorstandssitzung und wir wären am 18. Mai ins Training gestartet. Das Ganze war schon ein immenser Aufwand für uns, aber wir hätten alle Auflagen erfüllt. Die Trainingsgruppen standen bereits fest, ein Hygienebeauftragter wäre vor Ort gewesen“, berichtet der Vorstandsvorsitzende des TTC Wuppertal Frank Granowski sichtlich frustriert.

Beim Oberligisten TTV Ronsdorf ist die Enttäuschung ebenfalls groß. „Wir wollten auch in den nächsten Tagen starten. Mein Vater hat jetzt schon angekündigt, anzubauen, um endlich wieder trainieren zu können“, versucht Michael Holt die Situation sportlich zu nehmen. Beim ASV Wuppertal, Fortuna Wuppertal und dem SSV Germania Wuppertal ist man von vornherein erst von einem Trainingsstart im Juni ausgegangen. „Dem ein- oder anderen Aktiven gingen die Lockerungen auch eher etwas zu schnell. Es gibt in vielen Vereinen Jugendtrainer, Betreuer oder Spieler, die zur Risikogruppe gehören und erst mal abwarten möchten, wie sich das Ganze entwickelt“, gibt Thomas Becker vom TSV Fortuna Wuppertal zu Bedenken. Wann es für die Vereine mit dem Training wieder losgeht, bleibt somit weiterhin unklar.

(jka)