Tim Ediger (12) springt 5,12 Meter

Tim Ediger (12) springt 5,12 Meter

Die Schülermannschaft der SG Wuppertaler SV/Solinger SC hat sich mit Topleistungen für das Landesfinale qualifiziert.

Wuppertal. Wenn ein Leichtathlet mit zwölf Jahren über fünf Meter weit springt, dann ist er damit automatisch unter den Besten seines Alters in ganz Deutschland. Tim Ediger vom Wuppertaler SV gelang ein solcher Satz jetzt beim Vorkampf zu den Mannschaftsmeisterschaften der Schüler auf Kreisebene in Remscheid. 5,12 Meter standen für ihn am Ende zu Buche und damit Platz drei der inoffiziellen deutschen Bestenliste seines Jahrgangs 2001.

Doch es war nur eine der Topleistungen, die die acht Athleten der Startgemeinschaft Wuppertaler SV/Solinger LC in Remscheid zu einem überlegenen Sieg führten und ihnen die Qualifikation für das Landesfinale einbrachten. Dass fünf der sieben vorgesehenen Starter aus Solingen kurzfristig abgesagt hatten, brachte das Team, das dann aus sechs WSV-Athleten und zwei Solingern bestand, nicht aus dem Tritt.

Im Gegenteil: Fast immer gewann ein SG-Starter seine Gruppe und sammelte so wichtige Punkte. Pro Disziplin kamen drei Sportler je Mannschaft (in jeweils einer Gruppe) in die Wertung, die aber nur in jeweils drei Disziplinen starten durften. Gleich der 60-m-Hürdenlauf brachte ein tolles Ergebnis. Tom Ediger (WSV) konnte die Gruppe eins gewinnen (10,2 sec.), der Solinger Maximilian Kremser die Gruppe zwei (10,3 sec.) und überraschend Oliver Kraft die Gruppe drei (10,7 sec.). Den Staffellauf konnte die reine WSV-Staffel mit Kraft, Laurin Theisen, Ediger und Jakob Dühr in 42,2 sec. für sich entscheiden. Im Kugelstoßen gewann der Solinger Julian Nachtigall die Gruppe eins (8,73 m) und der WSVer Leander Bauschmann pulverisierte als Sieger der Gruppe zwei mit 9,79 m seine Bestleistung. Kremser konnte sich in Gruppe drei mit 8,94 m durchsetzen. Auch im Weitsprung gingen alle Gruppensiege an den WSV/SLC wobei Ediger mit seiner Egalisierung des Stadtrekords für das Glanzlicht sorgte. Drei Gruppensiege gab es dann auch im Ballwurf durch Bauschmann (47 m), Theisen (45 m) und Nachtigall (41 m), so dass man auch locker verkraften konnte, dass über 800 m einmal nicht alle drei Siege eingefahren wurden. Nachtigall wurde in der Gruppe eins in guten 2:35,6 Zweiter. Bauschmann (2:35,5) und Theisen (2:47,9) lagen in Gruppe zwei und drei aber dann doch wieder vorne.

„Insgesamt war es ein unglaublicher Auftritt, zumal alle WSVer dem jüngeren Jahrgang angehören“, jubelte Trainerin Corinna Ediger. jens

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