Teamchef Björn Joppe schweigt nach Trennung von Lok Leipzig

Fußball-Regionalliga : Joppe schweigt nach Trennung von Lok

Wuppertaler ist trotz guter Bilanz nicht mehr Teamchef des Regionalligisten.

Ein Wuppertaler sorgt im fernen Leipzig für Schlagzeilen. Björn Joppe und der Fußball-Regionalligist 1. FC Lokomotive Leipzig haben sich getrennt. „Am Samstag hat der Teamchef des 1. FC Lok, Björn Joppe, sein Amt aus persönlichen Grünen niedergelegt“, hieß es in einer Pressemitteilung des Leipziger Traditionsvereins. „Das ist die Formulierung des Vereins“, sagte Joppe auf Anfrage unserer Zeitung am Telefon, wollte sich aber ansonsten nicht zu Details äußern. Natürlich geht es jetzt auch noch um finanzielle Dinge. Die Bildzeitung spekuliert, dass die Mannschaft sich gegen Joppe ausgesprochen habe.

Fakt ist, dass neben dem 40-Jährigen auch Co-Trainer Ronny Surma nicht mehr im Amt ist. Am Montag im Spiel gegen den Tabellenvorletzten Babelsberg betreute Sportdirektor Wolfgang Wolf die Mannschaft. Durch einen 1:0-Erfolg halten die Leipziger auf Platz drei Kontakt zu Hertha BSC II und zur VSG Altenglienicke (der Ex-Verein von Ex-WSV-Trainer Andreas Zimmermann). Mit bis dato sechs Siegen, vier Unentschieden und einer Niederlage ist die sportliche Bilanz von Joppe, der ab Sommer 2018 als Nachwuchskoordinator, seit Oktober dann als Interimstrainer und ab Dezember als Teamchef bei Lok wirkte, wohl kaum der Trennungsgrund gewesen. „Sicher will der Verein aufsteigen, sportlich gesehen kann man mir aber nichts vorwerfen“, sagt Joppe. Für den Ex-Profi, der als langjähriger Spieler des VfL Bochum mal drei Erstliga- und acht Zeitligaspiele gemacht hat und für Bochum, Osnabrück und Aalen insgesamt 88 Regionalliga-Spiel bestritt, war das Trainerengagement in Leipzig eine große Karrierechance. Zuvor war er in Wuppertal Trainer beim SV Jägerhaus Linde (Bezirksliga) und beim SSV Germania (Kreisliga) gewesen.

Aktuell ist Joppe noch in Leipzig, plant aber fürs Wochenende einen Besuch in Wuppertal. „Ich werde mir den WSV gegen Fortuna Köln anschauen“, sagt er. WSV-Sportdirektor Karsten Hutwelker bezeichnet Joppe als Freund. Vor der Saison hatte Lok den WSV noch zu einem Testspiel eingeladen.  gh

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