Sport: Szilágyi dankt der Blauen Wand

Sport : Szilágyi dankt der Blauen Wand

Pokalgegner treffen am 7. Mai in der Uni-Halle wieder aufeinander.

Hamburg/Wuppertal. Mit TuSEM Essen (2003), THW Kiel (2006 bis 2008), VfL Gummersbach (2009, 2010) und der SG Flensburg (2011, 2012) hatte Viktor Szilágyi das besondere Feeling eines Final Four bereits genossen, jetzt erlebte er es mit dem Bergischen HC. „Jede Teilnahme war ein großartiges Erlebnis, unsere Fans haben diesmal zur fantastischen Stimmung beigetragen“, sagte der zuletzt für sein 200. Länderspiel mit Österreich geehrte BHC-Kapitän. 2007 und 2008 durfte er mit den „Zebras“ aus Kiel jubeln. Ähnliches blieb ihm jetzt mit den „Löwen“ verwehrt, was die gute Stimmung trübte. „Was nicht sein darf, ist der Wechselfehler in der Verlängerung“, kritisierte Szilagyi. „Dafür gibt es auch Verantwortliche auf der Bank, das ist schon bitter.“ Der Spielmacher war sehr davon angetan, wie sich sein Team zurückgekämpft hatte. In den letzten Szenen übernahm er mit Blick auf die geringe Rest-Spielzeit bei Würfen die Verantwortung. Die „Hauruck-Aktionen“ brachten aber nicht mehr den gewünschten Erfolg. Unabhängig vom Abschneiden hatte der BHC für die Nacht auf den Sonntag Zimmer gebucht.

Der Blick geht nach vorne, denn der Mai wird der Monat der Wahrheit im Kampf um den Erstliga-Klassenerhalt. Davon ausgehend, dass im einzigen Juni-Spiel beim Meisterschaftsanwärter SG Flensburg die Trauben sehr hoch hängen, muss der BHC seine Punkte in den fünf Begegnungen zwischen dem 7. und 28. Mai holen. Kurios: Am kommenden Samstag geht es erneut gegen den SC Magdeburg, Anpfiff ist um 19 Uhr in der Uni-Halle.„Wir haben im April die Belastung für den Mai simuliert und die spielfreie Zeit gut genutzt“, sagt Sebastian Hinze. Er kann sich dabei auf David Groeger verlassen, seit der Saison 2012/13 arbeiten Chefcoach und Athletik-Trainer zusammen. In Hamburg hinterließ das Team einen top-fitten Eindruck. Auch Kristian Nippes, der die volle Zeit ackern musste und danach bei der Dopingkontrolle erneut in die Verlängerung ging. „Auf neutralem Boden haben wir Magdeburg in Verlegenheit gebracht, am kommenden Samstag wollen wir gegen sie in der Uni-Halle gewinnen“, sagte der Linkshänder, der mit sieben Treffern bester Werfer seines Teams war.

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