SV Bayer hofft auf viele Endläufe

SV Bayer hofft auf viele Endläufe

Mit neun Schwimmern sind die Wuppertaler ab heute bei der Kurzbahn-DM in Berlin vertreten. Es ist der letzte Saisonhöhepunkt.

Für neun Schwimmer des SV Bayer Wuppertal soll Berlin in dieser Woche eine Reise wert sein. Im dortigen Europabad findet von heute bis zum Sonntag zum zweiten Mal in Folge die Deutsche Kurzbahnmeisterschaft statt, die zuvor für fünf Jahre in der Wuppertaler Schwimmoper ausgetragen worden war.

Theoretisch lautet das Meldekriterium „Top-100 in Deutschland“, doch die SG Bayer hat das für sich selbst etwas verschärft. „Einerseits die Chance auf ein B-Finale, andererseits das Stellen aller Staffeln“, nennt die Geschäftsführerin der Schwimmabteilung, Simone Osygus, die internen Kriterien. Mit Christian vom Lehn, der zeitgleich die Militär-WM in Rio schwimmt, fehlt dem Bayer-Team sein Aushängeschild. Das heißt aber nicht, dass die junge Bayer-Mannschaft (das Nesthäkchen ist mit 14 Jahren Celine Osygus, Philipp Gruse mit 23 Jahren mit Abstand der Älteste) chancenlos in die Wettbewerbe geht.

In Abwesenheit von DSV-Top-Star Franziska Hentke, die wie 15 andere nationale Top-Schwimmer zeitgleich bei der Kurzbahn-DM in Kopenhagen an den Start gehen, darf sich Jana Markgraf sogar Medaillenchancen ausrechnen, wenn die 18-Jährige ihre gerade erst aufgestellte Bestzeit bestätigen sollte. Hinter der wohl konkurrenzlosen Alexandra Wenk hat sie mit 2:12,55 Minuten die zweitbeste Meldezeit. „Von Platz zwei bis fünf ist da für Jana alles möglich“, sagt Bayer-Trainer Michael Bryia. Ihr wohl wichtigstes Rennen liegt für die Vielstarterin, die über fünf Strecken antritt, gleich zu Beginn. Am heutigen Donnerstag starten die Wettkämpfe um 9 Uhr just mit den Vorläufen über 200 Meter Schmetterling. Dass Markgraf eines der Finals (A-, B- oder Junioren C), die stets im Nachmittagsabschnitt ab 17 Uhr ausgetragen werden, erreicht, darf man in jedem Fall erwarten.

A- oder zumindest B-Finalchancen räumt Bryja auch noch Jan Delkeskamp und Yannis Merlin Willim ein sowie Routinier Philipp Gruse. Der ist zumindest über die kurze Rückendistanz seit Jahren einer der Schnellsten aus NRW und tritt in Berlin mit der 13.-besten Meldezeit an.

Die fünftbeste Zeit steht für Jan Delkeskamp über 200 Metern Brust zu Buche. In Abwesenheit von Superstar Marco Koch (EM) und Vereinskollege Christian vom Lehn kann der 18-Jährige vielleicht für eine Überraschung sorgen. Allerdings liegt diese Strecke am Sonntag und damit am Schluss der Meisterschaften, bei denen er auch die kraftraubenden 400 Meter Lagen (Freitag) schwimmt. „Ich bin aber mal gespannt, wie sich das Herbsttrainingslager mit dem NRW-Top-Team in China auswirkt“, hofft Delkeskamp zumindest auf Topzeiten.

Auch wenn sicher nicht alle der Bayer-Youngster über die Vorläufe hinauskommen werden, hält es Simone Osygus für sehr wichtig, dass der Verein in Berlin auch mit Nachwuchsleuten Flagge zeigt. „Mit den Besten aus ganz Deutschland kann man sich schließlich nicht so oft messen. Das ist immer etwas Besonderes.“

kurzbahn-dm.de

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