Südhöhen-Turnier: Gastgeber Sudberg überrascht

Südhöhen-Turnier: Gastgeber Sudberg überrascht

Der B-Kreisligist hat nach dem ersten Tag seines Südhöhen-Turniers beste Chancen aufs Weiterkommen. Der CSC führt in Gruppe 2.

Wuppertal. Obwohl die Alfred-Henckels-Halle noch recht spärlich besetzt war, herrschte am Freitagnachmittag gleich zum Auftakt des 29. Südhöhenturniers Stimmung in der Alfred-Henckels-Halle. Die jungen Wilden von Gastgeber SSV Sudberg besiegten etwas überraschend, aber nicht unverdient den TSV Ronsdorf mit 2:1. Die Ronsdorfer, bei denen Neuzugang Marc Morsbach erstmals auflief, verzichteten weitgehend auf Spieler der ersten Mannschaft. Enge und spannende Partien wie das Auftaktderby zwischen SSV und TSV überwogen in Gruppe 1. Anders als in den Vorjahren kristallisierte sich keine Mannschaft heraus, die den anderen Teams spielerisch überlegen war. Auch die „Oldies“ vom SSV Germania III um Oliver Kamrath (52) machten ihre Sache ordentlich und sammelten neben zwei Zählern vor allem Sympathiepunkte für ihre beherzten Auftritte. Das 4:4 gegen Sudberg war die torreichste Partie der Gruppe.

Nach seiner Auftaktpleite rehabilitierte sich der TSV Ronsdorf schnell und gewann seine beiden weiteren Spiele. Ronsdorf und Union haben neben dem SSV Sudberg, der starke sieben Punkte einfuhr und das Klassement derzeit anführt, nun beste Karten auf den Einzug ins Viertelfinale. „Wir nehmen das Turnier durchaus ernst“, meinte Beyenburgs Trainer Michele-Velardi, der ein ordentliches Team aufbot. Das konnte aber (noch) nicht an die tollen Leistungen aus dem Vorjahr anknüpfen, für den zweiten Turniertag ist aber bei vier Punkten aus drei Spiel noch alles möglich. Einzig der SV Jägerhaus-Linde fiel in Gruppe eins leistungs- und punktemäßig etwas ab, musste aber auch auf diverse Stammspieler aus der Bezirksligamannschaft verzichten. Für ein kleines Highlight sorgte Tobias Rieger (Sudberg), der einen Kopfballtreffer erzielte. Eine Seltenheit in der Halle.

CSC, FSV, ASV, Grün-Weiß - klangvolle Namen, die die Gruppe 2 zu bieten hatte. Noch vor einem Jahr wäre das wohl eine tolle Gruppe mit vielen packenden Duellen gewesen - doch diesmal war vieles anders. Der ASV und der FSV schickten ihre zweite Mannschaft, der CSC setzte mit Kabiru Mohammed und Shuhei Matsuyama nur zwei Akteure aus dem Oberliga-Kader ein. Fast schon symbolisch, dass es gegen 19.15 Uhr für einige Minuten in der Halle dunkel wurde. Insgesamt war die Qualität überschaubar, der Wille war aber keiner der jungen Mannschaften abzusprechen. Im Duell Vohwinkel gegen Bayer, das zuletzt vor allen Dingen auf dem Transfermarkt stattfand, siegte der FSV in letzter Sekunde. Einen guten Eindruck hinterließ Kreisliga-Primus Sonnborn, der sich torhungrig präsentierte. Auch das bunt gemischte Team des CSC wusste bei seinem „Heimspiel“ zu überzeugen, vor allem Furkan Er, Cousin von Sercan Er. Mit beiden Teams darf im weiteren Turnierverlauf gerechnet werden. Bezirksligist Grün-Weiß konnte endlich mal wieder einen Sieg feiern — ein solcher blieb dem Benedyk-Team in der Liga in der gesamten Hinserie verwehrt. Die Oberbarmer verkauften sich ähnlich wie der SV Bayer und der FSV II sehr solide und sind im samstäglichen Rennen um den Viertelfinaleinzug mittendrin.

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