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Schwimmen: Steffens bleibt für die SG Bayer der Medaillengarant in Berlin

Schwimmen : Steffens bleibt für die SG Bayer der Medaillengarant in Berlin

Viermal Bronze und viele Bestzeiten bei DJM der Schwimmer .

Wenn es läuft, dann läuft es:  Der 14-Jährige Jannik Steffens sorgte am Samstag mit seiner insgesamt vierten Bronzemedaille bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen in Berlin für einen gelungenen Abschluss der zwölfköpfigen Delegation der SG Bayer Wuppertal.

„Wir waren diesmal mit etwas weniger Schwimmern hier, dürfen aber dennoch zufrieden sein, vor allem weil wir hoffen können, dass wieder Talente hinterherkommen“, sagte Cheftrainer Michael Bryja auf der Heimfahrt. Das Abschneiden von Steffens habe ihn besonders gefreut, weil er mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat und auch deshalb gar kein Frühtraining bestreitet. In Berlin war er dennoch „im Flow“, wie es Bryja bezeichnete und konnte trotz Riesenpensums von sechs Starts bis zum letzten Tag großes Stehvermögen beweisen. Hatte er bereits bei seinen dritten Plätzen über 50 m Schmetterling,  200 m Freistil und 200 m Lagen seine Bestzeiten zum Teil deutlich verbessert, steigerte er sich auch am Samstag über die 100 m Schmetterling noch einmal um mehr als zwei Sekunden auf 58:87 im Vorlauf und 58:55 im Finale.

Die Leistung von Maya Brüntrup (Jahrgang 2003) schätzte Michael Bryja ebenfalls sehr hoch ein, auch wenn ihr die Medaille, mit der sie insbesondere zum Auftakt über 400 m Lagen geliebäugelt hatte, knapp versagt geblieben war. Am Schlusstag stellte sie in 1:05,37 über 100 m Schmetterling noch einmal eine persönliche Bestzeit auf und verpasste ebenso wie Max Stutzenberger (Jahrgang 2001) über 200 m Brust (deutliche persönliche Bestzeit von 2:30,09 min) den Endlauf  nur knapp. Beide belegten Platz zehn im Vorlauf.

„Maya hat zu Beginn des Jahres ihr Training umgestellt, musste sich mit dem Frühtraining erst einmal anfreunden, insofern freue ich mich sehr darüber, wie sie sich verbessert hat“, so Michael Bryja.

Das Gleiche galt für Zugang Lea Kebrle, die  am Schlusstag der Meisterschaften ihr erstes DJM-Finale überhaupt erreichte und dort über 50 m Rücken im weiblichen Jahrgang 2002 Platz sechs belegte.

Die gleiche Platzierung wie Lennart Steffens, der drei Jahr ältere Bruder von Jannik Steffens, der  über 50 m Rücken in  27,81 Sekunden ebenfalls eine persönliche Bestleistung  zu verzeichnen hatte.

Sarah Poewe, die Trainerin der 2. Trainingsgruppe  des SV Bayer Wuppertal, hob hervor, wie gut sich ihre Schwimmer unter den gegebenen, zum Teil widrigen Umständen geschlagen hätten. Felix Stutzenberger und NRW-Meisterin Carla Hoellmann plagten sich in Berlin mit Erkältungen herum, konnten deshalb ihr gewohntes Leistungsniveau nicht abrufen, mussten teilweise Starts abmelden. Ihre Rückenprobleme plagten Vivien Selling während der gesamten Titelkämpfe. Umso höher einzuschätzen war, dass sie in ihrem Jahrgang 2003 über 50 und 100 Meter Brust sowie 50 Meter Schmetterling jeweils das Finale erreicht, über 50 m Brust sogar eine persönliche Bestzeit aufgestellt hat. Am Schlusstag musste Selling die 200 m Brust  dann aber absagen.

Für Sarah Poewe, die als Schwimmerin mehr als ein Jahrzehnt lang sportliches Aushängeschild des SV Bayer Wuppertal gewesen war, war es jetzt ihre erste DM mit Bayer als Trainerin gewesen. „Unser Nachwuchs ist bei ihr in sehr guten Händen“, sagte Michael Bryja. Bis zu den NRW-Meisterschaften Anfang Juli hoffen Bryja und Poewe, das Leistungsniveau ihrer Athleten halten und die vereinzelten gesundheitlichen Probleme beheben zu können. Während es für die Jugend danach in die Sommerpause geht, steht den älteren Top-Athleten der Saisonhöhepunkt mit der Deutschen Meisterschaft Anfang August dann noch bevor.