SSV Sudberg findet die Lücke nicht

SSV Sudberg findet die Lücke nicht

0:1 (0:1)-Heimniederlage gegen den Aufstiegsaspiranten SSVg Heiligenhaus.

Sudberg. Eine Lehrstunde in Sachen "optimaler Chancenverwertung" wurde dem SSV Sudberg vom Aufstiegsaspiranten SSVg. Heiligenhaus erteilt. Bei der unglücklichen 0:1 (0:1)-Niederlage benötigten die Gäste eine einzige Torchance, um die drei Punkte von der Riedelstraße zu entführen.

Als Karsten Remmel wenige Sekunden vor der Pause den Einwurf von Dennis Kepper unterlief, war es Routinier Thorsten Vögler, der den Schuss des freistehenden Dominik Jung (45.) unhaltbar ins eigene Tor abfälschte. "Wenn Toto den nicht ans Schienenbein bekommt, trudelt der Ball in Richtung Eckfahne", schilderte Sudbergs Schlussmann Tim Nattermann die Situation, machte seinem Abwehrchef aber keinen Vorwurf. "Eine unglückliche Situation." Ohnehin lieferte "Opa", wie er liebevoll von seinen Mitspielern gerufen wird, eine tadellose Partie ab und ließ die Heiligenhauser Angreifer um Torjäger Hidayet Aydogan alt aussehen.

Ganz im Gegensatz zur Sudberger Offensivabteilung: Die rieb sich zwar immer wieder auf, entwickelte gegen die gut organisierte Hintermannschaft der Gäste aber nur wenig Durchschlagskraft. Vor der Pause kam Florian Wardi zu zwei halbwegs guten Chancen (23./25.), nach der Pause war es der eingewechselte Ömer Akyüz (71.), dessen Distanzschuss das Heiligenhauser Tor nur knapp verfehlte. Besonders bitter war für die Sudberger neben der Niederlage der Platzverweis gegen Daniel Schmitz, der laut Schiedsrichter Tim Brüster in der 87.Minute sein Schweißband nach dem Unparteiischen warf und dafür die rote Karte sah. "Wer Daniel kennt, der weiß, dass er so was nicht machen würde", sagte Sudbergs Interimstrainer Thorsten Lungstraß, der trotz der Niederlage mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden war: "Bis auf das Gegentor war es ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften. Ein Rückschlag ist die Niederlage für uns nicht. Wir hatten uns zwar vier Punkte aus den Spielen gegen Heiligenhaus und in Oberhausen ausgerechnet, aber dann werden es nur drei."

SSV Sudberg: Nattermann - Remmel, Vögler, Grzybowski - Ülker (81.Berger), Schmitz, Thun, Babic (67. Akyüz), de la Cruz (74.Trummel) - Wardi, Osmani. fls

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