Sportstadt Düsseldorf gerät unter Druck

Handball : Föste: „Basis des BHC bleibt das Bergische“

Sportstadt Düsseldorf droht Klage auf Schadenersatz von Viking-Sponsor.

Die Kooperation der Sportstadt Düsseldorf mit dem Erstligisten Bergischer HC hat bei den Rhein Vikings als Zweitliga-Club der Landeshauptstadt für Aufsehen gesorgt. Am Dienstag präsentierte Prof. Dr. iur. Thomas Koblenzer, Steuerrechtler und „größter Sponsor des rheinischen Handball-Projektes“, eine Schadensersatzklage – nach eigener Aussage aufgrund des Ausstiegs und nicht eingehaltener Zusagen seitens der Stadt Düsseldorf gegenüber den Vikings.  Diese bestreitet das.

Die Vertreter der Sportstadt hatten sich in der vergangenen Woche für ein Engagement bei den Bergischen Löwen ausgesprochen, Fragen rund um die Vikings waren bei der Pressekonferenz nicht zugelassen. Die Unterstützung für den BHC seitens Düsseldorf, wo bis 2022 pro Saison vier bis sechs Heimspiele ausgetragen werden, soll erheblich sein. Laut der Klageschrift, die unserer Redaktion vorliegt, steht ein Betrag von 1 Million Euro jährlich in Rede. BHC-Geschäftsführer Jörg Föste dazu: „Wir kommentieren diese Privatinitiative nicht. Zwischenstände, und daher auch keineswegs Fakten, von Sondierungsgesprächen sind von allen Beteiligten als vertraulich eingeordnet worden. Wir halten uns an diese Absprache.“

Föste verwies auf die Präsentation vor einer Woche: „Für uns ist es ein Riesenschritt, und die Basis bleibt im Bergischen.“ Eine Vorstufe zu einem kompletten Dasein am Rhein gebe es nicht – gleichwohl räumte der BHC-Chef ein, dass die Einbindung der Handballer von ART Düsseldorf (Stammverein der Vikings) zur Stärkung des Unterbaus ein Thema gewesen sei.

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