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Sport in Wuppertal: Ohne Test oder Impfung geht nur noch wenig

Sport und Corona : Sport in Wuppertal: Ohne Test oder Impfung geht nur noch wenig

So wirkt sich Inzidenzstufe zwei aus, die ab Montag in Wuppertal gelten wird.

Wenn Wuppertal voraussichtlich am kommenden Montag in Inzidenzstufe zwei rutscht, weil die Inzidenzzahlen bereits seit einer Woche über 35 liegen, hat das auch für den Sport in der Stadt Konsequenzen. Darauf hat der Stadtsportverband am Freitag alle Mitgliedsvereine hingewiesen. Als erste Reaktion hatte bereits am Donnerstag der Wuppertaler SV den Dauerkartenverkauf - knapp 400 sind bisher abgesetzt - eingestellt. Laut der aktuell geltenden Verordnung für die Stufe 2 in NRW ist die Besucherzahl für Sport im Freien nämlich auf ein Drittel der Platzkapazität, höchstens ab 1000 Zuschauer begrenzt. Zum Vergleich: An diesem Samstag beim Regionalliga-Auftaktspiel gegen Rödinghausen dürfen es laut genehmigtem Hygienekonzept noch bis zu 4100 in Stadion am Zoo sein. 

Hoffen auf neue
Coronaschutzverordnung

„Bis kommenden Donnerstag gilt noch die NRW-Schutzverordnung NRW. Möglicherweise gibt es danach Änderungen, um auf die aktuelle Situation einzugehen“, sagt Sportamtsleiterin Alexandra Szlagowski und rechnet bei einer neuen Verordnung eher mit Erleichterungen statt Verschärfungen nachdem zuletzt bereits die Inzidenzstufe 3 - Inzidenzen über 50 bis 100 - ausgesetzt worden war. Aktuell seien die Coronaschutzmaßnahmen beim Übergang von Stufe eins in Stufe zwei allerdings gravierender als er Sprung als das von null auf eins der fall gewesen war.

Im Einzelnen heißt das: Im Freien ist kontaktfreier Sport weiter ohne Personenbegrenzung, Test und Rückverfolgbarkeit möglich. Bei Kontaktsport ist die Zahl aber altersunabhängig auf 25 begrenzt, jetzt wieder inklusive Testpflicht (Test nicht älter als 48 Stunden) und einfacher Rückverfolgbarkeit. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren gilt die gleiche Personenbegrenzung plus zwei Aufsichtspersonen, lediglich ein Test ist hier nicht erforderlich. Immunisierte Personen (vollständig geimpft oder genesen) werden bei der Zahlenbeschränkung generell nicht mitgezählt.

Vereine erwarten höheren Aufwand durch die Tests

Eine Behinderung für den etwa im Fußball in Kürze beginnende Spielbetrieb sieht Szlagowski vorerst nicht, doch der Aufwand auch beim Training könnte sich erheblich steigern. „Das erwischt uns kalt“, sagt stellvertretend Nico Sonnenschein, Vorstand von Fußball-Oberligist Cronenberger SC. Auch beim CSC seien noch nicht alle Spieler geimpft oder genesen, so dass sie sich künftig wieder vor Training und Spiel testen lassen müssten. Ab 11. Oktober nach den Plänen der Bundesgeregierung sogar auf eigene Kosten. Sonnenschein: „Wir wissen noch nicht wie wir damit umgehen.“ In der Anfangsphase nach dem letzten Lockdown habe man beispielsweise einen Tester vor dem Training zum Platz geholt. Der Verband habe bei einer Ligatagung jedenfalls die Verantwortung in die Hände der Verein gelegt und gesagt, er wolle den Spielbetrieb auf jeden Fall durchziehen und keine Rücksicht nehmen, wenn nicht geimpfte oder getestete Spieler fehlten. Der gleichzeitige Aufruf, sich impfen zu lassen, sei da nur ein symbolischer Akt gewesen.

Für kontaktfreien Sport in Hallen gilt weiter keine Personenbegrenzung, einzuhalten sei aber ein Mindestabstand,  geforderert sind ebenso ein negativer Test und eine einfache Rückverfolgbarkeit. Kontaktsport dürfen drinnen nur noch höchsten zwölf Personen (plus Immunisierte) betreiben, ebenfalls mit Test und einfacher Rückverfolgbarkeit. Duschen und Umkleiden bleiben unter Beachtung der allgemeinen Hygienestandards, genau wie auf den Sportplätzen, geöffnet. In der Halle wird die Zuschauerzahl auf höchsten 500 begrenzt. Plätze sind fest zuzuweisen und im Schachbrettmuster zu belegen, was die Kapazität deutlich einschränkt. Test und besondere Rückverfolgbarkeit sind gefordert.

Sport in Hallenbädern ist kontaktfrei weiter ohne Personenbegrenzung möglich, allerdings muss jedem Badegast mindestens sieben Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Außer bei Anfängerschwimmkursen (bis 30 Kinder) ist ein aktueller Negativtest oder der Nachweis der Immunisierung erforderlich. Kontaktsport wird (ohne Immunisierte) auf zwölf Personen begrenzt, die getestet und rückverfolgbar sein müssen. Im Freibad wird beim Kontaktsport diese Grenze bei 25 Personen gezogen.