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Spielabbruch: BV 85 Azadi wirft Übeltäter `raus

Amateurfußball : Spielabbruch: BV 85 Azadi wirft Übeltäter `raus

Ronsdorf seit acht Spielen unbesiegt.

In der Kreisliga gab es mal wieder einen Spielabbruch. Die Partie zwischen Topclub SV Bayer und dem BV 1885 Azadi beendete der Unparteiische beim Stand von 2:1 kurz vor dem Pausentee, als er sich von einem Gästespieler bedroht sah, dem er zuvor die Ampelkarte gezeigt hatte. „Beide Mannschaften hätten gerne weitergespielt, zumal auf Seiten von Azadi alle anderen Spieler komplett ruhig waren“, meinte Bayer-Trainer Luciano Velardi. Bemerkenswert war später das klare Zeichen, von Azadi-Chef Gökhan Güner. „Wir haben den Spieler sofort rausgeworfen, er darf nie mehr das Azadi-Trikot anziehen. So etwas gehört nicht auf den Platz, man darf keinen Schiedsrichter angreifen, wir sind da vollkommen auf dessen Seite.“

Nur 1,6 Kilometer trennen die Fußballplätze von SV Heckinghausen und Grün-Weiß Wuppertal. So stand am Sonntag ein echtes Ortsderby auf dem Programm. Fußballerisch blieb die Partie vor 100 Zuschauern jedoch vieles schuldig - Tore gab es keine zu sehen. Ein Ausrufezeichen setzte der SC Sonnborn. Mit 4:0 fegte der Bezirksliga-Absteiger den Tabellenführer Türkgücü Velbert vom Platz und meldet sich im Aufstiegskampf zurück.

In der Bezirksliga schraubte der TSV Ronsdorf durch ein 2:1 gegen Bergisch Born seine Bilanz auf 22 Punkte aus den vergangenen acht Spielen und rückte näher an  Spitzendreiter 1. FC Wülfrath heran. Vor drei Wochen noch Held beim 5:1 über seinen „alten“ Verein ASV Wuppertal avancierte Bergisch-Borns Torwart Fabio Rizza zum tragischen Helden, verursachte den entscheidenden Strafstoß für den TSV und sah zudem Rot. Die Vohwinkeler blieben beim torlosen Remis gegen Wülfrath nach zuvor 22 Gegentoren in zwölf Spielen zum dritten Mal in Folge ohne Gegentreffer.

Vor dem Spiel WSV gegen RWE gab es im Stadion am Zoo nicht nur die vom DFB empfohlene Gedenkminute für Robert Enke, der sich am 10. November 2009 in Folge seiner Depressions-Krankheit das Leben genommen hatte, sondern man gedachte auch zweier WSV-Anhänger: Kim Tholl (27), der an der Stadionzeitung mitgewirkt hatte, und Peter Schorre (53), Vater von Sebastian Schorre vom ehemaligen Medienteam.

(ryz/mkp/gh)