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Später Ausgleich trifft Cronenberger SC ins Herz

Fußball-Oberliga : Später Ausgleich trifft Cronenberger SC ins Herz

Nach starker Leistung kassiert der Oberligist in Niederwenigern kurz vor Schluss noch das 1:1.

Im Fußball gibt es Punkteteilungen, mit denen man leben kann und solche, die nach Schlusspfiff für eine Menge Frust sorgen. Letzteres erlebte Oberligist Cronenberger SC bei seinem Auswärtsspiel bei den Sportfreunden Niederwenigern. An dessen Ende stand ein für die Hattinger schmeichelhaftes 1:1 (0:1). Als bei den Wuppertalern schon alles mit einem so wichtigen „Dreier“ rechnete, traf Niederwenigerns Marc Rapka drei Minuten vor Schluss noch per Kopf zum Ausgleich.

Das Wetter passt
zum Abstiegskampf

Auf dem Glück-Auf-Sportplatz an der Stadtgrenze zu Essen regnete es fast während der gesamten Spieldauer - das richtige Wetter für Abstiegskampf pur zwischen zwei Teams, die sich vermutlich in der Abstiegsrunde im Frühling 2022 noch einmal wiedersehen werden. Sicher wird es dann auch wieder so zur Sache gehen wie am Sonntag Nachmittag: Beide Teams schenkten sich über 90 Minuten auf rutschigem Geläuf nichts, die bessere Mannschaft waren allerdings die von Ferdi Gülenc trainierten Cronenberger.

Dass es trotz der vermutlich besten Saisonleistung nicht zum ersten Auswärtssieg und drei eminent wichtigen Zählern reichte, war der schwachen Chancenverwertung der Gäste geschuldet, die in der zweiten Hälfte die Entscheidung mehrfach verpassten: „Das zieht sich leider so ein bisschen durch die Saison“, meinte der Trainer. Gülencs Mannschaft fehlt ein Knipser - einer, der zuverlässig trifft. Das Prädikat Torjäger hat sich im Cronenberger Kader bislang niemand verdienen können - der fußballerische Ansatz unter Gülenc gefällt aber dennoch. „Mit der Art und Weise wie wir das hier gespielt haben bin ich sehr zufrieden und guter Dinge für die nächsten Wochen“, so der 39-jährige.

Starke Leistung, viele Chancen, doch nur Tobias Orth trifft

Gegen die laufstarken Hausherren hatte der CSC fast immer das richtige Mittel in der Tasche, war bissig und zweikampfstark und führte zur Pause verdient: Tobias Orth erzielte sein zweites Oberliga-Tor dort (44.), wo er vor 13 Monaten auch seinen Premierentreffer gefeiert hatte. Der unbändige Wille des nach 80 Minuten völlig ausgepumpten Außenbahnspielers stand stellvertretend für einen leidenschaftlichen und immer wieder brandgefährlichen CSC. Die Wuppertaler Gäste erstickten die Hattinger Angriffsbemühungen oft schon im Mittelfeld im Keim. Lediglich einmal musste Torhüter Yannik Radojewski mit herausragendem Reflex (73.) retten.

Doch weil Phil Knop (61.), Dominik Heinen (64.), Timo Leber (68.) und Furkan Tasdemir (84.) das 2:0 verpassten, tat der Ausgleich (87.) aus dem Nichts gleich doppelt weh - zumal man mit drei Zählern auf einen Punkt an den SFN hätte heranrücken können.

„Ich kann den Jungs trotzdem nicht viel vorwerfen. Wenn wir so weitermachen, werden wir schon bald auch wieder Spiele gewinnen“, fand Trainer Ferdi Gülenc passende Schlussworte.