Shun Terada erlöst den FSV

Fußball-Oberliga: 3:2-Siegtreffer gegen Fischeln in der Schlussminute.

Im Oberliga-Kellerduell gegen den Vorletzten VfR Fischeln erzielte Shun Terada praktisch mit dem Schlusspfiff den 3:2-Siegtreffer für den FSV Vohwinkel. So lagen sich die Spieler des Gastgerbers anschließend überglücklich in den Armen, denn diese drei Punkte könnten in der Endabrechnung eine ganz entscheidende Rolle spielen.

Die Fischelner dürften sich nach einer guten Vorstellung in der ersten Halbzeit und einem verdienten 1:0-Pausenvorsprung mächtig geärgert haben, dass sie nicht wenigstens ein Remis über die Zeit hatten retten können. „Das war der dreckige Sieg, den wir nach sieben Spielen ohne Dreier gebraucht haben. Aufgrund der Chancen in der zweiten Halbzeit und Eigenschaften wie Moral, Emotion und Leidenschaft ist das Ergebnis hochverdient“, bilanzierte FSV-Trainer Marc Bach und atmete auf.

Es war kein Spiel für schwache Nerven, denn die knapp 80 Zuschauer in der Lüntenbeck wurden einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt. Kälte, Regenschauer und zwei Mannschaften, denen die Verunsicherung deutlich anzumerken war, bestimmten die Szenerie. Die Gäste konnten den Schalter im ersten Durchgang am schnellsten umlegen und hatten in Dominik Oehlers, der oft über die rechte Außenbahn marschierte, und Kevin Breuer ihre Aktivposten.

Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte marschierte Quin Johannes Kruijsen in der 36. Minute allein aufs Vohwinkeler Tor zu und sorgte für den verdienten 1:0-Pausenstand. Bis dahin hatte Asterios Karagiannis mehrfach reaktionsschnell retten können. Die Kabinenansprache nach der wohl schwächsten Halbzeit des FSV trug bereits in der 52. Minute Früchte, als Christov Kostikidis, der beste Vohwinkeler an diesem Tag, flach zum 1:1 traf. Der FSV drückte auf die Führung, Breuer sah nach zwei Fouls innerhalb von drei Minuten die Ampelkarte (61.), und alles sprach für die Füchse. Doch in der 64. Minute lauerte Oehlers nach einem Konter unbedrängt am zweiten Pfosten und schob zum 2:1 für Krefeld ein. Doch der zur zweiten Hälfte eingewechselte Atsushi Kanahashi gab der Bach-Elf immer wieder neue Impulse, so auch in der 78. Minute, als er scharf nach innen passte, wo Shun Terada zwei Gegenspieler austanzte und zum 2:2 vollstreckte. Das Feuerwerk in der verbleibenden Spielzeit, in der Martin Lyttek, Dustin Kinkler, Kanahashi, Kostikidis, sowie Ryo und Shun Terada an allen Aktionen vor dem Gäste-Tor beteiligt waren, wurde in der Nachspielzeit belohnt: Kostikidis brachte das Leder vors Tor, wo Shun Terada mit Übersicht das Goldene 3:2 erzielte. FSV: Karagiannis, Kinkler, Ryo Terada, Lyttek, Winter, Baudenbacher (67.Lühr), Mambasa, Heinen, Rehmes (46. Kanahashi), Kostikidis, Shun Terada.

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