Schwimmen: Premiere für Bayer-Trainer Jarbas in den Bosch

Schwimmen: Premiere für Bayer-Trainer Jarbas in den Bosch

Für den neuen Bayer-Trainer Jarbas in den Bosch und sein junges Team ist das internationale Schwimmfest die erste Standortbestimmung.

Wuppertal. Zum ersten Wettkampf des Jahres 2013 und dem ersten unter dem neuen Trainer Jarbas in den Bosch reist die erste Wuppertaler Trainingsgruppe der SG Bayer am Wochenende nach Luxemburg. Mit dem 15. Luxemburg Euro Meet hat in den Bosch für seine Schützlingen gleich zu Beginn der Langbahnsaison eine hochkarätige Veranstaltung ausgesucht. Das Meeting gehört zu den renommiertesten Schwimmfesten Europas und lockt in jedem Jahr einen großen Teil der europäischen Schwimmelite in die Hauptstadt des Großherzogtums. 72 Vereine aus 13 Ländern haben 466 Teilnehmer gemeldet. Die absolvieren von Freitag bis Sonntag 2067 Starts.

Angeführt wird das Feld der Weltklasseathleten von der Olympiasiegerin von London über 100 m Brust, Ruta Meilutyte (Litauen) und der Weltcup-Gesamtsiegerin des Jahres 2012, Katinka Hosszu aus Ungarn. Zu den deutschen Top-Startern gehört auch der Wuppertaler Christian vom Lehn, der erstmals für seinen neuen Verein SG Essen antritt und zu den Favoriten über seine Paradestrecken 100 und 200 m Brust gehört.

Die SG Bayer Wuppertal hat elf Aktive (drei Frauen, acht Männer) der ersten Trainingsgruppe gemeldet. Chancen auf das Preisgeld von 300 Euro für einen Sieg in der offenen Klasse hat in erster Linie Lukas Nattmann, der über 50 m Rücken mit der schnellsten Zeit aller Teilnehmer gemeldet ist. Mit der drittschnellsten Meldezeit geht der 20-Jährige über 100 m Schmetterling ins Wasser, über 100 m mit der viertschnellsten.

Einen Platz auf dem Siegertreppchen visiert über 1500 m Freistil auch Daniel Trosin (17) an. Bei den Frauen kann sich Tanja Makaric über die drei Rückenstrecken in der offenen Klasse unter die ersten Zehn schwimmen. Siegchancen hat die 15-jährige Deutsche Jahrgangsmeisterin über 100 und 200 m Rücken in der Junioren-Wertung der Jahrgänge 1997 und 1998.

Der vom Pfeiffer’schen Drüsenfieber genesene Max Mral wird in Luxemburg noch fehlen.

„Ich freue mich, dass zu meinem Einstand gleich ein hochkarätiger Wettkampf auf der Langbahn ansteht“, sagte der neue Bayer-Trainer Jarbas in den Bosch und nannte seine Schwerpunkte: „Für mich ist es wichtig, dass ich von meinen Sportlern gute Rennen sehe. Sie müssen in Luxemburg nicht unbedingt neue Bestzeiten schwimmen. Ich lege vielmehr Wert darauf, dass sie zeigen, wie man ein Rennen aufbaut. Das haben wir verstärkt in den vergangenen Wochen trainiert.“

Ein weiterer Schwerpunkt der Trainingsarbeit nach den Weihnachtsfeiertagen lag außerdem auf Ausdauer und Technik. Ein neues Feld betrat der Trainer in Sachen Technik mit Unterwasseraufnahmen. „Vorhandene Defizite können so sehr gut direkt aufgezeigt werden“, berichtet in den Bosch. Mit diesen Maßnahmen steuert der Trainer bereits zu diesem Zeitpunkt auf den nationalen Saisonhöhepunkt, die Deutschen Meisterschaften vom 25. bis 28. April in Berlin zu.

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